Delicatessen

Gesehen bei einem Fleischer in Wien. Bin ich der Einzige, der bei diesem Plakat ganz seltsame Assoziationen hat?

Delicatessen

Delicatessen

Und ans Fail-Blog denk ich auch grad wieder.

 

Scherzartikel – Horror Delights Blutiger Finger

Update 1.5.2008: *hmpf* – gleich zwei Freunde hatten unabhängig voneinander eine … ähem … recht spezielle Assoziation zu dem Plakat und dachten, das wär auch die Meine. Sorry Leuts, aber wenn ich so verdrahtet wäre, würde ich ernsthaft über professionelle Hilfe nachdenken ;-). Also, nur sicherheitshalber, bevor auch noch anderen die Fantasie durchgeht: ich hatte beim ersten flüchtigen Blick an etwas wie rechts im Bild gedacht (nur halt in Echt).

Wow, ich habe über 150.000 Besucher!

Nein nicht im Blog. Da brauch ich noch ein paar Jahre für die 150.000 Visits. Aber auf Youtube hab ich sie, wie ich eben selbst ziemlich baff feststellen durfte. Bei einem meiner schon älteren Videos. Quasi über Nacht…

Flash-Player herunterladen
[Youtube-Video]

Der Künstler Johan Lorbeer „lehnt“ an der Wand eines Buchladens in Linz – in zwei Metern Höhe! Die Aktion war Teil der Ausstellung „Schaurausch“, die Kunst und Kunstaktionen in 50 Schaufenstern der Stadt präsentierte. Als kleinen Vorgeschmack auf Linz 09 – Kulturhauptstadt Europas.

Defying Gravity – Statistics & Data

Wenn man auf Youtube direkt beim Video auf „Statistics & Data“ geht und den Topverweisen aufs Video folgt, sieht man auch, wer das ein Jahr alte Filmchen, das bis vor wenigen Tagen friedlich bei einigen tausend Views dahindümpelte auf über 150.000 katapultiert hat: Die Koreaner waren’s! :-)

 

Dem Priklopil ist sie entkommen…

Wie sagte „Heute“-Chefredakteur Richard Schmitt sinngemäß so schön: „Natascha Kampusch ist Opfer und wird immer Opfer bleiben“. Er hätte auch sagen können: „Dem Priklopil ist sie entkommen, aber uns nicht!“

„Heute“ ist wohl nur deshalb als U-Bahnzeitung gestartet, weil tiefer ging’s nicht. Aber eigentlich sollte in den U-Bahnen ja so was ausliegen, statt dem Gratis-Schmierblatt:

Belohnung!
Die Kriminalpolizei bittet um Ihre Mithilfe

Fahndungsplakat – Dichand/Schmitt

Gesucht werden Dr. Eva Dichand und Richard Schmitt. Die Herausgeberin und der Chefredakteur der Gratiszeitung „Heute“. Zuletzt aufhältig in 1190 Wien.

Die Gesuchten sind dringend verdächtig des mehrfachen Missbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung ihres Opfers Natascha K. aus besonders niederen Motiven.

Für Hinweise, die zur Ergreifung führen, ist eine Belohnung ausgesetzt. Vorsicht, die Verdächtigen sind gefährlich und kennen keinerlei Skrupel!

 

„Heute“ – billiger als gratis

Unfassbar, schon wieder ein Vertuschungsskandal im Fall Kampusch! Beweise wurden vernichtet. Fotos und DVDs verschwanden. Die Wahrheitsfindung der Kripo durch das Ministerium massiv behindert. So jedenfalls der „exklusive“ Aufmacher der Gratiszeitung „Heute“.

Innen liest sich das dann so:

Gratiszeitung „Heute“ v. 16.4.2008 mit Kampusch-Vertuschungsskandal-Aufmacher

So wurden etwa bei der Hausdurchsuchung in Priklopils Folter-Villa in Strasshof zwei Datenträger mit Beweismaterial sichergestellt. Der Akt merkt dazu an: „Zwei DV-Mini mit Bildsequenzen der NK (Natascha Kampusch, Anm.) gefunden. Auswertung sofort gestoppt. AL (Amtsleiter, Anm.) verständigt.“

Der Peiniger hatte Natascha also offenbar im Verlies fotografiert. Die ermittelnden Beamten durften das Material, auf dem möglicherweise Hinweise auf Straftaten oder Mittäter zu finden gewesen wären, nicht einmal anschauen, sondern mussten es ungeprüft und versiegelt ans Gericht weiterleiten. Wie eine Ermittlungsbehörde unter solchen Bedingungen seriös arbeiten soll – schleierhaft.

» Ganzer Artikel auf heute.at

 

Außerdem sei noch angeordnet worden, das erste erkennungsdienstliche Foto nach Kampuschs Auftauchen zu vernichten (das sind die vernichteten „Beweise“ von der Titelseite) und auch private Gegenstände von Frau Kampusch hätten unverzüglich ohne Sichtung ans Gericht weitergeleitet werden müssen. Das war dann im wesentlichen der Riesen-Skandal vom Titelblatt.

Schon blöd. Da sollten die Beamten also angeblich ein vermutlich nicht allzu vorteilhaftes Foto von Natascha Kampusch vernichten und mussten Priklopils Videos umgehend versiegelt ans Gericht weiterleiten. So dass der Aufklärung und Wahrheit verpflichtete Journalisten und andere notorische Kampusch-Trittbrettfahrer praktisch überhaupt keine faire Chance mehr hatten, irgendwie an das Material heranzukommen.

So schöne Schlagzeilen wären das geworden:

Die perversen Videos des Wolfgang Priklopil

oder

Natascha Kampusch – das erste Foto nach der Flucht!

Die von Hans Dichands Schwiegertochter geführte Gratiszeitung wäre da jedenfalls kein unbeschriebenes Blatt. Einige erinnern sich vielleicht: „Heute“ hatte im Juli letztens Jahres als erste Zeitung Paparazzi-Bilder von Natascha Kampusch mit ihrem angeblichen Freund veröffentlicht und in einer zu Herzen gehenden Love-Story verwurstet. Das Echo war gewaltig. Die Bild-Zeitung sprang auf den Zug auf, und bald war die angebliche Affäre um die ganze Welt rum.

Dafür wurde „Heute“ im Dezember zu 13.000 Euro Schadenersatz verurteilt1), da es den höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt und in herabwürdigender Weise berichtet habe.

Auch ein Skandal, dieses Urteil. Ganz sicher.

 

Update 19.4.2008: Habe ich oben geschrieben „so schöne Schlagzeilen wären das geworden?“. Ich muss zugeben, ich habe die menschliche Anständigkeit und moralische Integrität der „Heute“-Redaktion überschätzt. Das am Mittwoch war offenbar nur das Vorspiel, wie wir inzwischen wissen. Am Freitag hat das Blatt nachgelegt. Wieder mit schonungslosen Details aus dem höchstpersönlichen Lebensbereich von Natascha Kampusch. Wieder eine Story, die wohl um die Welt gehen wird. Wieder eine Sternstunde des österreichischen Journalismus, unter der Ägide von Frau Dichand, die sich so für Höheres empfehlen dürfte.

Ich weiß nicht was in Priklopils Keller passiert ist – und ich will es auch gar nicht wissen – aber was „Heute“ und Konsorten veranstalten, das ist jedenfalls fortgesetzter Missbrauch und Vergewaltigung. Im APA-Interview sagte „Heute“-Chefredakteur Richard Schmitt sinngemäß: „Natascha Kampusch ist Opfer und wird immer Opfer bleiben“.

Eine gefährliche Drohung.

_________
  1. noch nicht rechtskräftig [↑]

Der verlorene Koch aus Asien

Heute geht es wirklich Schlag auf Schlag. Während ich noch den Bus von eben fotografiere, kommt jemand auf mich zu. Ein Asiate, so um die 40 Jahre, vielleicht auch etwas jünger, etwa 1,75 groß, rundes Gesicht, leicht untersetzte Statur, sauber gekleidet, kleiner Rucksack auf dem Rücken: „Entschuldigen Sie, … ich komme von Graz…“

Während er in seinem irgendwie putzigen Akzent weiterspricht, deutet er beiläufig mit seiner linken Hand auf eine ganze Reihe von Unterlagen in seiner Rechten. Darunter auch, nicht ganz obenauf, sondern gerade so, dass man sie noch halbwegs erkennen kann, zwei ÖBB-Faltfahrpläne, auf denen Graz und Linz zu lesen ist.

Er müsse telefonieren, fährt er fort und zeigt nun auf den obersten Zettel. Es ist ein bedrucktes Blatt, irgendeine Touristeninfo oder so, auf das jemand mit Kugelschreiber drei Telefonnummern dazugeschrieben hat. Nix Exotisches, irgendwelche 0676er und ähnliche. Es sieht so aus, als habe ihm jemand diese Nummern als Kontakt in Linz gegeben.

Der Arme wirkt echt total verloren in der fremden Stadt. Seine einzige Anlaufstelle scheinen diese Nummern zu sein, die er nicht anrufen kann, weil ihm Kleingeld fehlt. Alles was er selber hat, sind ein paar Kupfermünzen, die er mir in seiner linken Hand zeigt.

Wenn jemand so offenkundig in Not ist, wie dieser arme Kerl, helfe ich natürlich. Ich sage also: „Entschuldigen Sie, aber ich kenne Sie. Sie haben mich doch schon einmal angesprochen, letzten Sommer. Sie sind ‚Koch‘, nicht wahr?“ Er lächelt verlegen und stammelt etwas Unverständliches wie: „jahaa, ich bin vor Monat wieder…“. Ich beschließe, sein Leiden mit einem freundlichen „tut mir leid“ abzukürzen. Er zögert kurz, ist aber wohl froh, so glatt aus der Nummer zu kommen und trottet weiter seines Weges…

Rückblende – Sommer 2007

Letzten Sommer, als ich mit Freunden abends vor der Capetown Winery in der Herrenstraße saß, war er auch auf uns zugekommen. Er hatte genau die gleichen Unterlagen dabei und auch die Story war dieselbe wie heute. Damals hatten wir uns aber länger um ihn angenommen. So erfuhren wir eben auch, dass er angeblich einen Job als Koch habe, aber seinen Arbeit- und Quartiergeber nicht erreiche.

Wir hatten ihm damals unser Handy angeboten, damit er die Nummern auf seinem Zettel anrufen könne. Das hat er auch versucht, aber scheinbar niemanden erreicht.1) Er hatte dann sogar noch gebeten, ob er nicht bei jemandem von uns übernachten könne, da er ja jetzt überhaupt nicht mehr wisse, wohin. Darauf sind wir aber dann doch nicht eingestiegen.

Der Arme, er irrt offenbar immer noch ganz verloren durch Linz…

 

Update 30.09.2008
Nahezu prophetisch, der letzte Satz oben. Auf diesen Artikel bin ich heute zufällig im Linzer „City!“-Magazin gestoßen:

Linzer City-Magazin: ‚Kulturhauptstadt lockt auch Trickbetrüger an‘

„[…] danach bittet er um Kleingeld, um einen wichtigen Anruf tätigen zu können. Ein CITY!-Leser bot ihm daraufhin freundlicherweise sein eigenes Handy an – davon war der Mann aber nicht wirklich begeistert und zeigte auf die Tasche des Linzers. „Daraufhin bin ich total verärgert abgezogen“, so unser Leser empört. Kurioserweise scheint der aus Asien stammende „Tourist“ kein besonders gutes Gedächtnis zu haben. Drei Tage später sprach er unseren Leser erneut an fast der gleichen Stelle mit der selben Masche an.“

 

Obwohl, so richtig einer von den bösen, fiesen Trickbetrügern schien er mir nicht zu sein – wenn’s denn der selbe ist, woran ich aber fast keine Zweifel hege. Eher schon ein tapsiges Kerlchen, das man vielleicht unter Artenschutz stellen sollte :-)

_________
  1. Nein, Mehrwertnummern scheint er keine angerufen zu haben, darauf haben wir schon damals geachtet, und das wäre uns – spätestens bei der Rechnung – aufgefallen. Aber vielleicht schauen wir jetzt doch noch mal ganz genau, zur Sicherheit ;-) [↑]

Die 17er-Falle – Reisebus legt Linie lahm

Ich denke, die Busfahrer der Linz AG haben so ziemlich alles schon mal erlebt. Aber sowas dürfte selbst für den abgebrühtesten Fahrer nicht alltäglich sein:

Europaplatz, heute, so gegen 19:30 Uhr. Da wo laut Haltestellenanzeige ein 17er fällig wäre, steht ein Bus ohne Linienanzeige, Blinker heraußen und Fahrer auch. Etwas dürfte nicht stimmen, denn unweit davon kommt schon ein Einsatzauto der Linz AG, und in der nahen Umkehrschleife steht auch schon ein anderer Bus bereit, wo die 17 draufsteht. Und noch ein dritter Bus ist zu sehen, dessen Rolle ich noch nicht so recht einordnen kann, vermutlich ein privater Reisebus.

So ca. das Bild, das sich von der Haltestelle aus bot:

17er-Falle – Kein Durchkommen mehr, 17er muss langsam retour rausgewiesen werden

Blick auf die Umkehrschleife. Der Linienbus, links im Bild, müsste nur noch einen „U-Turn“ dort herum fahren, wo der gelbe Bus steht, um zur Haltestelle zu gelangen.

 

Ah, dachte ich, messerscharf analysierend: „Der Bus in der Haltestelle hat sicher eine Störung und ist ausgefallen, da hinten in der Schleife kommt gleich der Ersatz.“

Denkste!

Es war genau andersrum. Der 17er in der Umkehrschleife war der mit der „Störung“. Denn dieser steckte böse in der Falle: Der Fahrer des gelben Reisebusses hatte sich ausgerechnet die Umkehrschleife als privaten Busparkplatz erkoren. War ja auch schön frei dort und viel Platz. „War“, denn jetzt gab es kein Vorbeikommen mehr. Und der Fahrer war offenbar unauffindbar.

Leider bin ich ein bisserl spät dazugestoßen, aber hier noch ein paar Impressionen vom Tatort:

17er-Falle – Einfahrt zu Umkehrschleife

17er-Falle – Sackgasse

17er-Falle – Schöner Parkplatz, komisch dass der noch frei war

 

Ich nehme an, der 17er ist natürlich nur in die Umkehrschleife reingefahren, weil er davon ausging, das Hindernis werde gleich wieder aus dem Weg sein. Wer denkt auch an so was? Nun aber musste ein Ersatzbus samt Fahrer kommen. Der festsitzende 17er ganz langsam rückwärts wieder aus der Sackgasse herausgewiesen werden, usw. usf. – von der Verspätung ganz zu schweigen.

Die ham jedenfalls ordentlich geflucht. Bin gespannt, ob das Reisebusunternehmen demnächst Post erhält… ;-)

Oachkatzlschwoaf
Forvo - freie Aussprachedatenbank im Internet

Es muss ja nicht gleich der Oachkatzlschwoaf sein, das bewährte Schibboleth, um Österreicher und Bayern zweifelsfrei vom Rest zu unterscheiden. Auch bei ganz „normalen“ Wörtern stellt sich oft die Frage, wie sie den nun korrekt ausgesprochen werden.

Profis von Funk und Fernsehen haben dafür schon lange eine täglich aktualisierte Aussprachedatenbank. Der öffentliche Zugang bleibt dem gemeinen Volk aber leider verwehrt – abgesehen von kleinen Appetithäppchen hin und wieder.

Aber jetzt gibt es Forvo. Die gerade im Aufbau begriffene, freie Aussprachedatenbank im Internet. Ganz „Web 2.0″, können User dort für zahllose Sprachen Wörter nicht nur nachschlagen und anhören, sondern auch selber vorschlagen, vertonen und natürlich die Aussprache von jedem Wort bewerten.

Das Ganze läuft völlig unkompliziert: Die Sprachaufnahme erfolgt über ein einfaches „1-Klick-Flash-Interface“. Und man muss sich nicht mal registrieren, um schnell ein Wort vorzuschlagen oder selbst auszusprechen.

Wie gesagt, Forvo ist gerade im Aufbau begriffen. Für Deutsch gibt’s derzeit1) 1.159 Einträge, für Englisch 2.130. Aber das Teil hat wie die Wikipedia jedes Potenzial, die Datenbank der Profis mit ihren fast 200.000 Einträgen irgendwann hinter sich zu lassen.

Apropos Wikipedia. Dadurch, dass jeder Wörter vertonen kann, und die meisten wohl keine professionellen Sprecher sind, könnte die Qualität natürlich etwas leiden. Diese Offenheit ist aber auch ein Vorteil. So hat man bei vielen Wörtern mehrere Versionen und kriegt leichter ein Gefühl dafür, worauf es bei der Aussprache wirklich ankommt. Professionelle Sprecher neigen auch manchmal zu überdeutlicher und affektierter Betonung. Auf Forvo hört man hingegen auch mal, wie Einheimische die Wörter tatsächlich aussprechen. Und die Bewertung stellt jetzt schon recht gut sicher, dass total falsche Betonungen recht schnell wieder rausfliegen.

Ich bin jedenfalls schon fast ein bisserl süchtig, und konnte nicht widerstehen, selbst schon ein paar Wörter2) zu vertonen, unter anderem:

Wenn mittlerweile wer anderer besser war (soll vorkommen *g*), kommt über den Play-Button natürlich nicht mehr meine Version – aber der Link daneben führt immer zum Wort mit allen Sprechern.

Oachkatzlschwoaf

Hexamethylentetramin

Österreich

1.324.564 (2,5-Sekunden-Beschränkung – darum die Eile ;-)

Die Sendung mit der Maus (Special)

und natürlich

Ehrensenf (diese geniale Sendung hat mich zu Forvo geführt)

 

Vielleicht kommt ja irgendwann auch „österreichisch“ als eigene Sprache, dann muss ich mich nicht mehr so verstellen bemühen, bei der Aussprache ;-)

_________
  1. Stand: 13.4.2008, 19:00 Uhr [↑]
  2. 197, um genau zu sein ;-) [↑]

Grazer Kastenwagen (powered by Bauschaum)

Ich geb’s zu, Kastenwagen hatte ich mir bislang auch immer ein bisschen anders vorgestellt…

Grazer Kastenwagen

Grazer Kastenwagen

Grazer Kastenwagen

Geheime Schüssel-Mail zum Homo-Pakt

Das ÖVP-Leck, durch das die berüchtigten Strasser-E-Mails nach außen gesickert sind, ist scheinbar immer noch nicht ganz dicht. Jetzt wurde erneut eine interne E-Mail öffentlich, die wieder mal recht deutlich zeigt, wie die Altherrenrunde um Schüssel zu so Teufelszeugs wie dem Homo-Pakt steht…

From: Dr. Wolfgang Schüssel
Date: Mon, Mar 31, 2008
Subject: [Vertraulich!] gleichgesch. Partnersch.

Lieber Willi!1)
Liebe Freunde!

Trotz aller Bemühungen werden wir der unerfreulichen Entwicklung auf dem Gebiet gleichgeschlechtlicher Partnerschaften nicht länger Einhalt gebieten können. Das Kind ist sozusagen in den Brunnen gefallen. Der Schaden ist da, aber wir können und müssen ihn, so weit es in unserer Macht steht, begrenzen.

Derzeit sieht es so aus, dass eine standesamtliche Abwicklung unabwendbar ist. Für diesen Fall haben Andreas2) und ich einige strategische Grundsätze erarbeitet, die sicherstellen sollen, dass das moralische Gefüge unserer Republik nicht über Gebühr erschüttert wird:

  1. Einschlägige Amtshandlungen haben im Büro des Standesbeamten abgewickelt zu werden (keinesfalls in einem für ordentl. Trauungen vorgesehenen Festsaal o.ä.)
  2. Die Amtshandlung hat ohne zeremonielle Ausgestaltung zu erfolgen (d.h. keine feierlichen Worte, keine Musik, kein Ringtausch, keine Küsse, keine ausschweifenden Umarmungen etc.).
  3. Die Dauer des Vorgangs soll insgesamt jene ähnlich gearteter Amtshandlungen nicht überschreiten. Als Richtwert erscheinen max. zehn Minuten angemessen.
  4. Nur den unmittelbar beteiligten Personen („Brautpaar“, Trauzeugen) ist Zutritt zu gewähren. Kein „Auflauf“ von Freunden und Verwandten (gegebenenfalls Verweis auf feuerpol. Bestimmungen).
  5. „Brautpaar“ und Trauzeugen sind anzuhalten, in geschlechteradequater und ortsüblicher Straßenkleidung zu erscheinen (unerwünscht ist festliche Kleidung wie Smokings, Brautkleider etc.)
  6. Gleichgeschl. „Trauungen“ erfolgen nur nach Maßgabe verfügbarer Ressourcen. Echten Trauungen zwischen Mann und Frau ist terminlich stets Vorrang einzuräumen.
  7. Ist es dem Standesbeamten aus persönlichen Gründen nicht zumutbar die Amtshandlung zu vollziehen, so darf die Trauung für bis zu 8 Wochen zurückgestellt werden, bis ein anderer Beamter oder ein anderes Standesamt bestimmt wird, wo der Akt vorgenommen werden kann.

Bitte beachtet, dass diese Punkte noch in eine öffentlichkeits- und medienkompatible Form gebracht werden müssen, bevor sie nach außen gehen oder in entspr. Gesetze einfließen. Absolute Vertraulichkeit ist daher geboten.

mfg
Wolfgang Schüssel

 

„Two Fathers“

Gut, dass es noch aufrechte Wächter von Sitte und Moral gibt, in unserem schönen Land. Denn wo falsch verstandene Liberalität und Fortschrittlichkeit im schlimmsten Falle hinführen können, sehen wir hier. Ein ganz übles schwules Propagandavideo. Ein Glück, dass so etwas in Österreich nicht vorstellbar ist. In hundert Jahren nicht:

Flash-Player herunterladen
[Youtube-Video]

Der junge Holländer Terrence singt in der TV-Show „Kinderen voor Kinderen“ über seine beiden Väter, die ihn adoptiert haben (mit engl. Untertiteln).

_________
  1. vermutl. Wilhelm Molterer; Anm. [↑]
  2. vermutl. Andreas Khol; Anm. [↑]

„Fachmänische“ Hilfe benötigt?

Esel Dept. lässt grüßen ;-)

„Fachmänische“ Hilfe

„Lassen Sie Ihren PC oder Laptop fachmänisch1) aufstellen und konfigurieren.“

(Cosmos, PlusCity Linz)

 


… hmmm, Notebook aufstellen für 75 EUR … „nur“ haben sie da gar nicht mehr dazugeschrieben, zum Preis ;-)

_________
  1. wohl auch so eine Art Oxymoron ;-) [↑]
Ähnliche Artikel: Esel Dept.Linz Null Nein?*beep* *beep* *beep*