„Der Knüller sind die wechselnden Kommentare der Figur. Sie stöhnt, schimpft, jammert und bettelt nach mehr.“ (Produktvideo)
9,90 EUR bei Pearl. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind rein zufällig.
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Es gab da mal eine Zeit. Da haben einige Österreicher Schlimmes getan, oder zumindest nicht das Richtige, oder einfach nur weggeschaut. Nein, da muss man gar nicht so weit zurück, wie ihr vielleicht gerade denkt:
Zeit im Bild Bericht mit Falter-Video vom Tod des Seibane Wague im Juli 2003. Polizisten und Sanitäter hatten den randalierenden Mauretanier über Minuten so gewaltsam am Boden fixiert, dass er verstarb.
Nun hat gerade Österreich eine lange Tradition in der unauffälligen Wiedereingliederung von, sagen wir mal, „moralisch Gestrauchelten“ in die Gesellschaft. Daher darf es nicht wundern, dass ausgerechnet ein „Helfer“, der damals sein Bein auf Seibane drückte, nun in einer ORF-Dokusoap über die Wiener Rettung den Helden geben darf:
[Youtube-Video]
„… kann leicht eskalieren“, sagt einer der Sanitäter im Trailer zur neuen ORF-Dokusoap mit dem feinsinnigen Titel „Wiener Blut“.
Mehr dazu im aktuellen Falter-Artikel von Florian Klenk.
Dass die Sanitäter freigesprochen wurden, ist zur Kenntnis zu nehmen. Dass sie im Rettungsdienst Leben retten, ist anerkennenswert. Aber dass ausgerechnet einer von denen nun zum guten Samariter der Nation geadelt werden soll, ist inakzeptabel.
Ich hasse ja diese „me-too“-Artikel, wo ein Blogger vom anderen abschreibt, ohne selber irgendwas zur Story beizutragen. Aber hier kann ich nicht anders. Diesen Spot habe ich eben auf Hannes Treichls ANDERS|denken-Blog entdeckt. Und ich habe dazu wirklich nichts anderes zu sagen, als: Anschaun!
[Youtube-Video]
„Crossing Cultures“ TV-Spot des afro-asiatischen Institus (AAI) Graz (Site scheint leider derzeit down zu sein). Keywords: Schwarzafrikaner – Bande/Gang – Rentner – Überfall/schwerer Autodiebstahl – Vorurteile …
Liebe Antenne Bayern!
Hab euch immer gern gehört, selbst hier im fernen Österreich. Ihr wart für mich lange Zeit – als es bei uns noch kein Privatradio gab – der einzige Sender, der einfach gut und entspannt zu hören war. Und diese Zuneigung hatte bis zum heutigen Tage angehalten. Doch dann gleich zwei Schocks an diesem Freitag, den 13.
Ihr gehört zum Axel Springer-Konzern. Nicht ganz, „nur“ zu 16 %. Aber das hat euch nicht gehindert, die Kritik am Springerblatt „Bild“ aus einem Ärzte-Song zu 100 % rauszuschneiden (siehe Bildblog).
Shame on you, Antenne Bayern!
Nun denn, ihr schneidet die Ärzte und ich fortan euch. Wird euch nicht kratzen, schon klar. Aber es sollte euch doch zu denken geben, wie sehr ihr euren Ruf mit dieser Aktion gerade beschädigt habt. Weit über die Bayerischen Grenzen hinaus. War’n sie das wert, die 16 %?
Wenn jemandem eine Werbung missfällt, kann er sich beim Werberat beschweren. Dieser prüft dann den Fall und entscheidet, ob die Werbung eingestellt werden muss oder nicht. In jedem Fall aber landen die bisweilen unfreiwillig komischen Beschwerden auf der Homepage des Werberats. Teilweise auch mit Fotos dokumentiert.
Nachfolgend ein paar ganz persönliche „Highlights“ aus den Online-Archiven des Werberates:
Und nun – außer Konkurrenz – die absolute Spitzenreiterin der letzten fünf Jahre. Ganz selten kommt mal eine Werbung auf zweistellige Beschwerdezahlen. Diese schaffte gleich 62 an der Zahl. Es handelt sich nämlich um einen Spot, in dem… Darauf kommt ihr nie. Im Leben nicht. Ich schwör’s. Lasst euch überraschen:
Vielleicht findet ihr ja auch noch was Nettes.
Einfach als Kommentar posten :-)