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	<title>Bas&#124;se&#124;na Blog &#187; Juristisches</title>
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		<title>Respekt</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 22:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Pressekonferenz des Freunde-Sch&#252;tzen-Hauses v. 7. 10. 2010. Statement von Hans-J&#246;rg Ulreich, Hausbesitzer: Video: (cc) Georg Sch&#252;tz f&#252;r ichmachpolitik.at L&#252;gen, tricksen, betr&#252;gen F&#252;r mich war das Ganze ein Déjà-vu: Vor sechs Monaten hat sich das Gleiche beim Freund meines Sohnes abgespielt. Auch da wurde ein neunj&#228;hriges Kind ins Gef&#228;ngnis gesetzt &#8211; Schubhaft hei&#223;t es ja nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pressekonferenz des <a href="http://www.freundeschuetzen.at/">Freunde-Sch&#252;tzen-Hauses</a> v. </strong><strong>7. 10. 2010.</strong><br />
<strong> Statement von Hans-J&#246;rg Ulreich, Hausbesitzer:</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="468" height="260" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/877" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="468" height="260" src="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/877" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Video: (<a title="Creative Commons License - Nicht kommerzielle Verwendung/Bearbeitung unter Namensnennung erlaubt." href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/at/">cc</a>) Georg Sch&#252;tz f&#252;r <a title="Purplesheep: Statement von Hans J&#246;rg Ulreich (Hausbesitzer Freunde-sch&#252;tzen-Haus) im Rahmen der Pressekonferenz vom 7.10.2010 " href="http://ichmachpolitik.at/questions/877">ichmachpolitik.at</a></p>
<blockquote><p><strong>L&#252;gen, tricksen, betr&#252;gen</strong></p>
<p>F&#252;r mich war <a title="Fekter: „Wir gehen familiengerecht vor“" href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/600468/index.do">das Ganze</a> ein Déjà-vu: Vor sechs Monaten hat sich das Gleiche beim Freund meines Sohnes abgespielt. Auch da wurde ein neunj&#228;hriges Kind ins Gef&#228;ngnis gesetzt &#8211; Schubhaft hei&#223;t es ja nicht. Es ist trotzdem vergitterte Zellen. Den hat man sogar von den Eltern getrennt. Die &#8211; und es ist das gleiche passiert wie vor sechs Monaten &#8211; auch da hat man gesagt: &#8222;Wir holen euch am Samstag&#8220;. Man hat sie schon am Freitag geholt. Man hat gesagt, sie wurden rechtzeitig informiert. Zack, wie sie abgeschoben wurden, hat man ihnen einen Zettel in die Hand gedr&#252;ckt. Nur, dass das Datum auf dem Zettel halt schon vor 14 Tagen war. Also die, die sich hinterm Recht verstecken, die l&#252;gen, die betr&#252;gen und die tricksen, dass es ein Graus ist.</p>
<p><strong>Kindergerecht</strong></p>
<p><em>Nichts</em> hat gestimmt. Man hat gesagt, man holt den Augustin um zw&#246;lf. Man hat ihn schon in der Fr&#252;h geholt. Die Karin [Klaric, Rechtsberaterin v. &#8222;<a href="http://www.purplesheep.at/index.php?i=psuberuns">Purple Sheep</a>&#8220;] hat das eh schon gesagt: &#8222;Es ist eh das Gleiche wie immer.&#8220; Und die Zettel, ich hab die gestern in der Schubhaft &#8211; oder wie hei&#223;t&#8217;s jetzt bei Kindern? [Karin Klaric: &#8222;In der Haft vor der Abschiebung.&#8220;] Wurscht, lauter Glander und man muss durch f&#252;nf Sicherheitst&#252;ren durch, bis man dort hinkommt &#8211; aber das ist ja alles sehr kindergerecht. Dort sind die Zetteln gelegen, wo steht: &#8222;Abschiebung am 7.&#8220; Und da war ein Datum &#8211; ich glaub der 26. 9. &#8211; drauf. Und es hat gehei&#223;en: &#8222;Er wurde <em>rechtzeitig</em> in Kenntnis gesetzt.&#8220; Die Familie, die ich kannte, da war&#8217;s ganz gleich. Da stimmt <em>nichts</em>, was da passiert und was da an die Medien transportiert wird.</p>
<p><strong>Respekt verloren</strong></p>
<p>Ich bin da gestern mit den M&#228;dchen in der Schubhaft &#8211; aber so hei&#223;t&#8217;s ja nicht &#8211; gesessen. Ich hab versucht, die M&#228;dchen abzulenken, inzwischen hat die Karin mit dem Vater gesprochen. Wir haben Schere, Stein, Papier gespielt. [&#8230;] Die M&#228;dchen haben immer gewonnen, aber was mir aufgefallen ist: Die haben meine Hand nicht ausgelassen. Die wussten nicht, was passiert. Und ich hab die erst dreimal gesehen. Aber die haben meine Hand nicht ausgelassen. Die kleinen, ich sp&#252;r sie immer noch, die kleinen, zarten Kinderh&#228;nde, jedes Mal, wenn da was war, sie haben mich nicht ausgelassen.</p>
<p>Also auch wenn sie&#8217;s nicht wissen, die Kinder. Sie sp&#252;ren&#8217;s. Sie sp&#252;ren, was unser Land ihnen antut. Und ich sch&#228;me mich f&#252;r dieses Land. Ich habe den Respekt vor diesem Staat verloren. Ein Staat, der so mit den Schw&#228;chsten der Schw&#228;chsten umgeht, f&#252;r den sch&#228;me ich mich.</p>
<p><strong>&#8222;Freiwillig&#8220;</strong></p>
<p>Und das Projekt, das wir da gestartet haben, vor 14 Tagen, soll dazu dienen, dass man <em>sieht</em>, was t&#228;glich &#8211; und jede Woche gehen Flieger &#8211; was t&#228;glich sich in unserem Land abspielt. M&#246;cht gar nicht wissen, wie die ganzen freiwilligen R&#252;ckkehrgeschichten sich abspielen. Wenn man in der Nacht &#8230; die Polizei immer klopft, in Uniform. Wenn man die Kinder abpasst, vor der Schule. Das ist Psychoterror pur. Und dann versteckt man sich und sagt: &#8222;Na die sind net gegangen. Es gibt so <em>viele</em>, die da &#8218;freiwillig&#8216; zur&#252;ck gegangen sind.&#8220; Freiwillig. Wenn in der Nacht die Kieberer klopfen.</p>
<p><strong>F&#252;r die Quote<br />
</strong></p>
<p>Die Menschen sind geflohen aus einem Kriegsgebiet. Die k&#246;nnen nichts daf&#252;r, dass man so lange gewartet hat, bis der Krieg aus ist. Und dann hat man gesagt: &#8222;Ja jetzt ist der Krieg aus &#8211; habt&#8217;s halt a Pech.&#8220; Die sind da in diesen f&#252;nf, sechs, sieben Jahren angewachsen. Die Kinder reden untereinander Deutsch. Die reden mit ihrem Vater Deutsch. Die reden so gut Deutsch wie meine Tochter.</p>
<p>Und irgendwer will die nicht. Irgendwer will sich damit profilieren &#8222;Abschiebungen: Plus 30 Prozent!&#8220; Und die Quote m&#252;ss ma erf&#252;llen. Und wenn da grad im Flieger Platz ist, dann schick ma halt die Familie K. oder die Familie X. &#8211; oder wie auch immer &#8211; noch mit. So geht&#8217;s zu, bei uns in &#214;sterreich.</p>
<p>Bitte tragen Sie das hinaus. Danke.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>Transkript: (<a title="Creative Commons License - Nicht kommerzielle Verwendung/Bearbeitung unter Namensnennung erlaubt." href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/at/">cc</a>) Bas|se|na</p>
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		<title>&#8222;Wir K&#228;rntner sind zusammengeschwei&#223;t!&#8220;</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 14:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus|gezeichnetes]]></category>
		<category><![CDATA[Heiteres, Kurioses & Jenseitiges]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[BZ&#214;/FPK-Parteitag in Klagenfurt. Realit&#228;tsverweigerung und Durchhalteparolen gemahnen streckenweise an die letzten Tage im F&#252;hrerbunker. Gerhard D&#246;rfler zu den Delegierten: &#8222;Wir K&#228;rntner sind zusammengeschwei&#223;t!&#8220;. Was soll ich sagen &#8211; ich sehe das &#228;hnlich&#8230; Mehr im Archiv (Keywords: BZ&#214;, FPK, FIK, FP&#214;, Parteitag, K&#228;rnten, D&#246;rfler, Scheuch, eingesperrt, eingeschwei&#223;t, zusammengeschwei&#223;t, Korruption, Amtsmissbrauch, Autoschieberei, Versicherungsbetrug, Gef&#228;ngnis, Karikatur, Cartoon, Zeichnung)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BZ&#214;/FPK-Parteitag in Klagenfurt. Realit&#228;tsverweigerung und Durchhalteparolen gemahnen streckenweise an die letzten Tage im F&#252;hrerbunker. Gerhard D&#246;rfler zu den Delegierten: &#8222;Wir K&#228;rntner sind zusammengeschwei&#223;t!&#8220;. Was soll ich sagen &#8211; ich sehe das &#228;hnlich&#8230;</strong></p>
<p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2010/01/GerhardUndUweZusammengeschweisst.png" class="floatbox" rev="group:1225 caption:`J&#246;rg, wir passen auf deine K&#228;rntner auf - garantiert!`"><img class="alignleft size-medium wp-image-1227" title="J&#246;rg, wir passen auf deine K&#228;rntner auf - garantiert!" src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2010/01/GerhardUndUweZusammengeschweisst.thumbnail_430_312.png" alt="J&#246;rg, wir passen auf deine K&#228;rntner auf - garantiert!" width="430" height="312" align="left" /></a></p>
<p><small style="clear:both">Mehr im <a title="Bas|se|na-Kategorie: Aus|gezeichnetes" href="/category/aus-gezeichnetes/">Archiv</a> (Keywords: BZ&#214;, FPK, FIK, FP&#214;, Parteitag, K&#228;rnten, D&#246;rfler, Scheuch, eingesperrt, eingeschwei&#223;t, zusammengeschwei&#223;t, Korruption, Amtsmissbrauch, Autoschieberei, Versicherungsbetrug, Gef&#228;ngnis, Karikatur, Cartoon, Zeichnung)</small></p>
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		<title>Aggressives Betteln ist in Wien verboten, dachte ich</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2009/04/11/aggressives-betteln-ist-in-wien-verboten-dachte-ich/</link>
		<comments>http://blog.bassena.org/2009/04/11/aggressives-betteln-ist-in-wien-verboten-dachte-ich/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 09:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deppentest]]></category>
		<category><![CDATA[Heiteres, Kurioses & Jenseitiges]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Da hab ich mich schon gewundert, als ich gestern vom Turek Modeshop so runter auf das Treiben in der Mariahilfer Stra&#223;e blickte. Naja, &#8222;Treibjagd&#8220; h&#228;tt&#8217;s wohl besser getroffen, was die Spendenkeiler einer bekannten Non-Profit-Organisation da auf ihrer Provisionsjagd aufgef&#252;hrt haben: [Youtube-Video] Youtube-Video: Spendenkeiler auf Provisionsjagd in der Wiener Mariahilfer Stra&#223;e Daf&#252;r hab ich &#252;brigens gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da hab ich mich schon gewundert, als ich gestern vom Turek Modeshop so runter auf das Treiben in der Mariahilfer Stra&#223;e blickte. Naja, &#8222;Treibjagd&#8220; h&#228;tt&#8217;s wohl besser getroffen, was die Spendenkeiler einer bekannten Non-Profit-Organisation da auf ihrer Provisionsjagd aufgef&#252;hrt haben:</strong></p>
<p>
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<br />
<small><a title="Youtube-Video: Spendenkeiler auf Provisionsjagd in der Wiener Mariahilfer Stra&#223;e" href="http://www.youtube.com/watch?v=lkPknQ7eTlk">Youtube-Video</a>: Spendenkeiler auf Provisionsjagd in der Wiener Mariahilfer Stra&#223;e<br />
</small></p>
<p>Daf&#252;r hab ich &#252;brigens gar nicht lange filmen m&#252;ssen. Das alles hat sich gestern zwischen 16:35 und 16:38 Uhr abgespielt &#8211; innerhalb von knapp vier Minuten also.</p>
<p>Ich versteh&#8217;s echt nicht: wie passen solche Methoden ausgerechnet zu jenen, die sonst immer so schnell sind, mit dem moralischen Zeigefinger&#8230;?</p>
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		</item>
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		<title>Bernhard Kohl ist ein Steher</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2008/11/25/bernhard-kohl-ist-ein-steher/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 07:37:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus|gezeichnetes]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Sportliches]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="/2008/11/25/bernhard-kohl-ist-ein-steher/" title="Aus der Rubrik ‚Ehrungen, die wir nie sehen werden‘: Die Bernhard Kohl Ge&#228;chtnismedaille f&#252;r besondere Verdienste um den sauberen Radsport (leicht angeschlagen)"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2008/11/bernhard_kohl_ehrenmedaille.gif" alt="Aus der Rubrik ‚Ehrungen, die wir nie sehen werden‘: Die Bernhard Kohl Ge&#228;chtnismedaille f&#252;r besondere Verdienste um den sauberen Radsport (leicht angeschlagen)" align="left" height="336" width="430" /></a>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nein, kein Radfahrer, der hinter einem Motorrad seine Bahnen zieht, sondern <a href="http://www.ostarrichi.org/wort-9076-atde-Steher.html" title="ostarrichig.org: Steher - jemand, der im polizeilichen Verh&#246;r beharrlich schweigt oder bei einer Aussage bleibt">so einer</a> (f&#252;r jene, die mit den Besonderheiten der &#246;sterreichischen Gaunersprache nicht so vertraut sind).</strong></p>
<p>Warum der Tour de Farce-Dritte  seine gro&#223;spurigen Ank&#252;ndigungen auszupacken, nun doch nicht wahr gemacht hat, liegt f&#252;r die meisten Beobachter leider auf der Hand: Wahrscheinlich hofft er, nach seiner Sperre wieder zur&#252;ck in den Radsport zu kommen. Und das ist ja klar, wenn er jetzt singt, kriegt er nachher keine Spritzen mehr.</p>
<p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2008/11/bernhard_kohl_ehrenmedaille.gif" class="floatbox" rev="group:638" title="Aus der Rubrik ‚Ehrungen, die wir nie sehen werden‘: Die Bernhard Kohl Ge&#228;chtnismedaille f&#252;r besondere Verdienste um den sauberen Radsport (leicht angeschlagen)"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2008/11/bernhard_kohl_ehrenmedaille.thumbnail_430_336.gif" alt="Aus der Rubrik ‚Ehrungen, die wir nie sehen werden‘: Die Bernhard Kohl Ge&#228;chtnismedaille f&#252;r besondere Verdienste um den sauberen Radsport (leicht angeschlagen)" align="left" height="336" width="430" /></a></p>
<p><small>Mehr im <a href="/category/aus-gezeichnetes/" title="Bas|se|na-Kategorie: Aus|gezeichnetes">Archiv</a> (Keywords: Bernhard Kohl, Tour de France, Radsport, Doping, Sperre, Komplizen, Hinterm&#228;nner, Medaille, Ehrung, Verdienst, Karikatur, Cartoon, Zeichnung)</small></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Best of Stellungnahmen zur &#8222;Homo-Ehe&#8220;</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2008/06/19/best-of-stellungnahmen-zur-homo-ehe/</link>
		<comments>http://blog.bassena.org/2008/06/19/best-of-stellungnahmen-zur-homo-ehe/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 05:01:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologisches]]></category>
		<category><![CDATA[Religiöses]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich hei&#223;t es ja &#8222;Lebenspartnerschaftsgesetz&#8220;. Denn der behutsame Versuch von Justizministerin Berger, &#214;sterreich gesellschaftspolitisch ein St&#252;ckchen ins 21. Jahrhundert zu bewegen, ist von einer Ehe weit entfernt. Nicht weit genug f&#252;r viele besorgte B&#252;rger und -innen dieses Landes. So haben auch erstaunlich viele Privatpersonen die Begutachtungsphase bis 16. Juni genutzt, um ihren Bedenken fachlich fundiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich hei&#223;t es ja &#8222;Lebenspartnerschaftsgesetz&#8220;. Denn der behutsame Versuch von Justizministerin Berger, &#214;sterreich gesellschaftspolitisch ein St&#252;ckchen ins 21. Jahrhundert zu bewegen, ist von einer Ehe weit entfernt. Nicht weit genug f&#252;r viele besorgte B&#252;rger und -innen dieses Landes.</strong></p>
<p>So haben auch erstaunlich viele Privatpersonen die Begutachtungsphase bis 16. Juni genutzt, um ihren Bedenken fachlich fundiert Ausdruck zu verleihen. Hier einige &#8222;Highlights&#8220; der auf der Parlamentshomepage ver&#246;ffentlichten <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189/pmh.shtml" title="Lebenspartnerschaft - Liste der Stellungnahmen">Stellungnahmen</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Familie Blaschko aus Velden m&#246;chte<br />
homosexuelles Leid <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189_38/fnameorig_112794.html" title="Lebenspartnerschaft - Stellungnahme Familie Blaschko">lindern</a>:</strong></p>
<p>Homosexuelle sind als Menschen genauso sch&#228;tzens- und achtenswert wie heterosexuell orientierte Menschen. Und anstatt ihr Leid noch zu vergr&#246;&#223;ern indem man so tut als sei alles in Ordnung sollte man sie besser unterst&#252;tzen indem man ihnen Wege und Mittel zur Verf&#252;gung stellt um ein nach unseren bisherigen Rechtsvorstellungen geordnetes und gl&#252;ckliches Leben als Heterosexuelle f&#252;hren zu k&#246;nnen. Christliche, liebevolle Seelsorge durch geschulte Therapeuten w&#228;re z.B. ein Weg.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Der FP&#214; Familienverband sieht den Nachwuchs<br />
<a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189_A4/imfname_113020.pdf" title="Lebenspartnerschaft - Stellungnahme des FFV">gef&#228;hrdet</a> &#8230; an Standesbeamten:</strong></p>
<p>Eine Verpflichtung, solche Feiern abzuhalten, kann zu Gewissenskonflikten bei den Standesbeamten f&#252;hren und wird den Anreiz, eine entsprechende Ausbildung abzulegen, verringern.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Die verf&#252;hrerische Macht der &#8222;Werbung&#8220; <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189_75/fnameorig_112887.html" title="Lebenspartnerschaft - Stellungnahme Herbert Sutter">f&#252;rchtet</a> Ing. Sutter aus N&#214;:</strong></p>
<p>Die &#8222;Eingetragene Partnerschaft &#8220; [&#8230;] hat die Wirkung einer &#8222;Werbung f&#252;r Homosexualit&#228;t&#8220;. Speziell f&#252;r junge Menschen, die mitten in der Entwicklung sind bedeutet dies dass sich viel mehr Burschen u. M&#228;dchen ab sofort auf den Lebens-Weg der Homosexualit&#228;t machen werden.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>&#8222;Wehret den Anf&#228;ngen&#8220; <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189_94/imfname_113009.pdf" title="Lebenspartnerschaft - Stellungnahme G&#252;nther Ettl">warnt</a> Dr. Ettl aus Graz:</strong></p>
<p>Das wird zur Folge haben, [&#8230;] dass die homosexuelle Lebensform als gleichberechtigte Lebensweise dargestellt werden muss (zB im Unterricht in den Schulen); aber auch dass die geschlechtliche Orientierung zu einer frei zu w&#228;hlenden Kategorie wird; und schlie&#223;lich, dass Informationen und therapeutische Angebote zur <a href="http://www.thedailyshow.com/video/index.jhtml?videoId=81733&amp;title=ted-haggard-gone" title="(engl.) 'Ted Haggard Gone' - Komiker John Stewart &#252;ber 'geheilten' evangelikalen Prediger">Ver&#228;nderung homosexueller Neigungen</a> eliminiert werden. Soll das die Richtung sein, in die &#214;sterreich geht? &#8222;Wehret den Anf&#228;ngen&#8220; hei&#223;t die bekannte Mahnung. &#8222;Erkennt die Anf&#228;nge&#8220; lautet die Lehre, die wir aus der Geschichte ziehen sollten.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Die &#214;sterreicher werden sich bewaffnen, <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189_57/imfname_112859.pdf" title="Lebenspartnerschaft - Stellungnahme Rudolf Triebnik">wei&#223;</a> Ing. Triebnik aus dem Lavanttal:</strong></p>
<p>Eine Homo-Ehe w&#228;re ein falsches Signal f&#252;r unsere Kultur und auch f&#252;r die Zukunft unseres Landes. Ich denke dass eine Zustimmung zu dieser Regelung nur ein Teilschritt ist. Der n&#228;chste Schritt w&#228;re eine Eintragung von Polygamie, dann ginge es weiter mit der n&#228;chsten Forderung wie z.B. das tragen von Schusswaffen, etc.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Auch Frau Jarnig <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189_41/fnameorig_112796.html" title="Lebenspartnerschaft - Stellungnahme Annemarie Jarnig">f&#252;rchtet</a> die Versuchung:</strong></p>
<p>Ich frage mich auch wieviele Menschen werden durch ein solches Gesetz verf&#252;hrt in einer gleichgeschlechtilichen Partnerschaft zu leben obwohl sie ganz normal veranlagt sind. Mit diesen Gesetz f&#246;rdern wir eine kranke  Gesellschaft.  Viel seelischer Schmerz wird die Folge sein.</p>
<p>Biblische Werte in der Gesetzgebung bringen Segen auf eine ganze Nation. Lass uns unsere christlichen Wurzeln nicht verlassen und unser wunderbares &#214;sterreich nicht an sexuelle Perversion verkaufen.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Die katholische Bischofskonferenz <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189_05/fnameorig_110771.html" title="Lebenspartnerschaft - Stellungnahme Bischofskonferenz">beschw&#246;rt</a> den Untergang des Abendlandes:</strong></p>
<p>Die Geschichte lehrt uns mehrfach, dass Gesellschaften, welche diesen Schutz von Ehe und Familie vernachl&#228;ssigt haben, und zwar zugunsten einer permissiven Haltung zu allen M&#246;glichkeiten menschlichen Zusammenlebens, auch in sexueller Hinsicht, dies mit ihrem <a href="http://www.doew.at/service/ausstellung/1938/22/22_5.html" title="'Feierliche Erkl&#228;rung' der &#246;sterreichischen Bisch&#246;fe vom 18. M&#228;rz 1938 zur Volksabstimmung vom 10. April 1938">Untergang</a> bezahlen mussten.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Die Evangelische<sup><a href="http://blog.bassena.org/2008/06/19/best-of-stellungnahmen-zur-homo-ehe/#footnote_0_557" id="identifier_0_557" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die &amp;#8222;Evangelische Allianz&amp;#8220; ist nicht die evangelische Kirche. Die ev. Allianz ist Teil der &amp;#8222;World Evangelical Alliance&amp;#8220;. Das sind jene radikalen, evangelikalen Bibelfundamentalisten aus Amerika, die die biblische Sch&amp;#246;pfungslehre (Kreationismus) an den Schulen etablieren m&amp;#246;chten, in Jesus Camps F&amp;#252;nfj&amp;#228;hrigen Harry Potter als schwarzen Hexer austreiben oder auch mal in ihrer Ex-Gay-Bewegung Homosexuelle &amp;#8222;heilen&amp;#8220;. Das &amp;#8222;evangelisch&amp;#8220; ist im Grunde ein historisch gewachsenes sprachliches Tarnman&amp;#246;ver Missverst&amp;#228;ndnis, weil &amp;#8222;evangelical&amp;#8220; urspr&amp;#252;nglich mit dem im dt. Sprachraum schon besetzten Begriff &amp;#8222;evangelisch&amp;#8220; &amp;#252;bersetzt wurde. Mitte der 60er wurde dann die Bezeichnung &amp;#8222;evangelikal&amp;#8220; geschaffen, um Verwechslungen zu vermeiden.">1</a>)</sup> Allianz <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189_87/fnameorig_112994.html" title="Lebenspartnerschaft - Stellungnahme Wiener ev. Allianz">predigt</a> ganz unverhohlen die Diskriminierung Homosexueller:</strong></p>
<p>wir [sehen] in der Gesetzesinitiative f&#252;r eine Lebenspartnerschaft ebenjene Kr&#228;fte unterst&#252;tzt und best&#228;tigt, die [&#8230;] versuchen, jegliche „Diskriminierung“ homosexueller Lebensweise als „Homophobie“ zu verurteilen und zu unterbinden. Wenn die heterosexuelle Ehe aber tats&#228;chlich die einzig normative, der menschlichen Natur entsprechende, dem Gemeinwohl am meisten dienliche Form partnerschaftlichen Zusammenlebens ist, dann ist die Unterscheidung („Diskriminierung“) zwischen der Ehe und homosexuellen Beziehungen eine notwendige und gerechte Sache.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Aber echte Christen k&#246;nnen auch andersrum, wie die Altkatholische Kirche &#214;sterreichs <a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00189_11/fnameorig_111593.html" title="Lebenspartnerschaft - Stellungnahme Altkatholische Kirche &#214;sterreichs">beweist</a>:</strong></p>
<p>Die Altkatholische Kirche &#214;sterreichs anerkennt verantwortlich gelebte und auf Dauer angelegte homosexuelle Partnerschaften als sittlich wertvoll, weswegen solche Paare auch in einer kirchlichen Feier gesegnet werden k&#246;nnen. Deshalb steht die Altkatholische Kirche dem Gesetzesentwurf prinzipiell positiv gegen&#252;ber.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p><a href="/2007/11/20/liebe-oevp-ich-seh-schwarz-fuer-die-absolution/" title="Bas|se|na: Liebe &#214;VP, ich seh schwarz f&#252;r die Absolution">Wie gesagt</a>, ich glaub nicht, dass das noch was (Vern&#252;nftiges) wird. Gar nicht so wegen der Stellungnahmen. Aber die &#214;VP stimmt ja bestenfalls daf&#252;r, wenn von der Lebenspartnerschaft nur mehr eine Liste registrierter &#8222;Perverser&#8220; &#252;brig bleibt.</p>
<p>Da h&#228;tt bestimmt auch Platter nix dagegen.</p>
<div style="clear: both; margin-top: 2em; color: #777;">_________</div><div style="font-family: Arial, Helvetica, Sans-Serif; font-size: 0.9em; line-height: 1.5em; color: #777"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_557" class="footnote">Die &#8222;Evangelische Allianz&#8220; ist nicht die evangelische Kirche. Die ev. Allianz ist Teil der &#8222;World Evangelical Alliance&#8220;. Das sind jene radikalen, evangelikalen Bibelfundamentalisten aus Amerika, die die biblische Sch&#246;pfungslehre (Kreationismus) an den Schulen etablieren m&#246;chten, in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uOIYsGVyg8M" title="Youtube-Video: Harry Potter is the Devil - JESUS CAMP" rel="nofollow">Jesus Camps</a> F&#252;nfj&#228;hrigen Harry Potter als schwarzen Hexer austreiben oder auch mal in ihrer Ex-Gay-Bewegung Homosexuelle &#8222;heilen&#8220;. Das &#8222;evangelisch&#8220; ist im Grunde ein historisch gewachsenes sprachliches <strike>Tarnman&#246;ver</strike> Missverst&#228;ndnis, weil &#8222;evangelical&#8220; urspr&#252;nglich mit dem im dt. Sprachraum schon besetzten Begriff &#8222;evangelisch&#8220; &#252;bersetzt wurde. Mitte der 60er wurde dann die Bezeichnung &#8222;evangelikal&#8220; geschaffen, um Verwechslungen zu vermeiden.</li></ol></div>]]></content:encoded>
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		<title>Der Kampf gegen den Terror von Amstetten</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2008/05/08/der-kampf-gegen-den-terror-von-amstetten/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 06:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Mediales]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast k&#246;nnte man meinen, in Amstetten sei eine Bombe hochgegangen und wir w&#228;ren nun Zeugen einer Art kopflosen Brainstormings gegen den Terror. H&#246;here Strafen, l&#228;ngere Tilgungsfristen, Berufssperren, Ansiedelungsverbote. Unsere Politiker &#252;bertreffen sich gegenseitig im Schaulaufen um die beste Schlagzeile. Der anlass(gesetz)gebende Fall und die Opfer sind nur mehr Mittel zum Zweck. L&#228;ngst schon verfolgt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fast k&#246;nnte man meinen, in Amstetten sei eine Bombe hochgegangen und wir w&#228;ren nun Zeugen einer Art kopflosen Brainstormings gegen den Terror. </strong></p>
<p>H&#246;here Strafen, l&#228;ngere  Tilgungsfristen, Berufssperren, Ansiedelungsverbote. Unsere Politiker &#252;bertreffen sich gegenseitig im Schaulaufen um die beste Schlagzeile. Der anlass(gesetz)gebende Fall und die Opfer sind nur mehr Mittel zum Zweck. L&#228;ngst schon verfolgt in diesem hochemotionalen &#8222;Kampf gegen das B&#246;se&#8220; jeder nur seine alte Agenda. Schaut, was Volk und Krone h&#246;ren wollen und was ihm die meisten W&#228;hler bringt.</p>
<p>F&#228;llt eigentlich noch wem auf, dass das fast alles Ma&#223;nahmen sind, die nur greifen, wenn man einen T&#228;ter schon mindestens einmal erwischt hat &#8211; und es mindestens schon ein Opfer gibt?</p>
<p>Was unsere Politiker tun, ist nix anderes als zu sagen: &#8222;Opfer werden wir kaum verhindern, im Bereich der zig-Mal gr&#246;&#223;eren Dunkelziffer schon gar nicht, aber wartet nur, bis wir so einen T&#228;ter mal in die Finger kriegen, dem zeigen wir es dann aber richtig &#8230; hinterher.&#8220;</p>
<p>Und alle, die jetzt so laut schreien, k&#252;mmern sich interessanterweise nur um die T&#228;ter. So sehr &#8222;den Linken&#8220; immer vorgeworfen wird, es interessiere sie nur, was man <em>f&#252;r</em> die T&#228;ter tun k&#246;nne, so sehr scheint jetzt &#8222;die Rechten&#8220; nur zu interessieren, was man <em>gegen</em> die T&#228;ter tun kann. Und die Opfer? Die interessieren kaum. Da k&#246;nnen sich die Extremsten beider Lager die H&#228;nde reichen. Wie es halt so ist, wenn man m&#246;glichst viel Abstand vom anderen gewinnen will &#8211; auf einer Kugel&#8230;</p>
<h3>Nicht mehr wegschauen</h3>
<p>So hei&#223;t jetzt die Devise. Alle werden verpflichtet &#8211; wenn schon nicht per Gesetz, so doch moralisch &#8211; alles anzuzeigen, was ihnen verd&#228;chtig vorkommt. Mal abgesehen vom leicht miefigen Vernaderergeruch, f&#228;llt&#8217;s wem auf? Erneut soll gewartet werden, bis schon so viel passiert ist, dass es auch von au&#223;en kaum mehr zu &#252;bersehen ist&#8230;</p>
<p>Und da wird der Fall eben doch typisch &#246;sterreichisch. Nie an die Wurzel gehen. Es k&#246;nnt ja weh tun oder mehr Hirnschmalz und Energie kosten wie die ach so bequemen, einfachen L&#246;sungen. Lieber ganz schnell alles wieder zudecken und daf&#252;r so richtig laut jammern, wenn&#8217;s dann wieder mal &#8222;aus heiterem Himmel&#8220; richtig dick kommt. Darin sind wir Weltmeister.</p>
<p>Jetzt mal ernsthaft. Gesetzt den Fall, wir h&#228;tten da zB einen Lehrer, der dieses schlimme Verlangen sp&#252;rt. Der aber etwas dagegen tun m&#246;chte, weil er nicht damit leben k&#246;nnte, ein &#8222;Kinderverzahrer&#8220; zu werden. Was hat der f&#252;r M&#246;glichkeiten? Wo kann der hin? An wen kann der sich wenden? Der muss sich doch einem von Medien und Populisten aufgeheizten Lynchmob gegen&#252;bersehen. Der muss doch das Gef&#252;hl haben, er steht schon allein nur mit seinen Gedanken so weit au&#223;erhalb dieser Gesellschaft, dass jeder Versuch, sich an jemanden um Hilfe zu wenden, f&#252;r ihn das totale Aus bedeuten k&#246;nnte. Beruflich, privat und existenziell.</p>
<p>Was wird er also vermutlich tun? Er wird versuchen, die Sache mit sich selbst auszumachen, sein Verlangen zu unterdr&#252;cken,  so lange es halt geht &#8211; bis es vielleicht zu sp&#228;t ist&#8230; Und dann kann es sich bitter r&#228;chen, wenn in blindem Aktionismus das Ma&#223; f&#252;r jede angemessene Strafe verloren ging. Denn niemand ist gef&#228;hrlicher f&#252;r seine Opfer, als ein T&#228;ter, der glaubt, er habe nichts mehr zu verlieren.</p>
<p>Nat&#252;rlich gilt der Umkehrschluss nicht, dass dann gar keine Strafe das Beste im Sinne der Opfer w&#228;re. Aber es ist eben nicht so <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PK1x9TBwwdc" title="[Youtube] ORF Pressestunde mit Westenthaler">einfach</a> wie <a href="http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/inzestfall/382028" title="[Die Presse] Platter: 'Brauchen beinharte Strafen'">manche</a> uns weismachen wollen. Noch ein anderes Dilemma bergen Extremstrafen in sich: Die T&#228;ter stammen meist aus dem pers&#246;nlichen Umfeld. Und je schlimmer die Konsequenzen f&#252;r den Onkel, den Papa, die eigene Familie sind, desto schwerer wird es den Opfern &#8211; vor allem aber auch anderen Angeh&#246;rigen &#8211; fallen, diesen Menschen, mit dem sie eine sehr enge Bindung haben, der Justiz auszuliefern. Dann halt lieber doch a bissl wegschaun&#8230;</p>
<h3>&#8222;Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?&#8220;</h3>
<p>Das ist seit einigen Jahren der Slogan einer <a href="http://www.kein-taeter-werden.de/" title="Berliner Charité: Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?">Ambulanz an der Berliner Charité</a>. Sie richtet sich damit an meist noch unbescholtene M&#228;nner und Frauen mit p&#228;dophilen Neigungen, um ihnen ein europaweit einmaliges Hilfs- und Therapieangebot zu machen. Schon im ersten Monat hatte die <a href="http://www.zeit.de/2008/03/M-Paedophilieforschung?page=all" title="'Die Zeit' &#252;ber das Projekt der Charité">Resonanz</a> alle Erwartungen &#252;bertroffen. Manche von den Hilfesuchenden nehmen jede Woche 500 Kilometer Anfahrtsweg in Kauf, um sich dort vorbeugend behandeln zu lassen.</p>
<p>Ganz ehrlich, in Projekte wie dieses habe ich mehr Vertrauen, dass sie tats&#228;chlich und aktiv neue Opfer verhindern k&#246;nnen, als in so ziemlich alles, was ich in den letzten Tagen von unseren Politikern &#8211; bis <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PK1x9TBwwdc" title="[Youtube] ORF Pressestunde mit Westenthaler">hinunter zu Westenthaler</a> &#8211; geh&#246;rt habe.</p>
<p>Ansetzen m&#252;sste man aber nat&#252;rlich auch bei den Kindern. Im Elternhaus, in Kindergarten und Schule. Sie zu starken und aufgekl&#228;rten Menschen heranziehen, die (typisch &#246;sterreichisch?) scheinbare Autorit&#228;ten hinterfragen und selbstbewusst &#8222;nein&#8220; sagen k&#246;nnen. Sie f&#252;r Gefahren sensibilisieren, ohne gleich Missbrauchshysterie zu sch&#252;ren. Sicherstellen, dass sie Ansprechpartner haben, denen sie sich anvertrauen k&#246;nnen.</p>
<p>Last not least w&#228;re es angesagt, sich mit pr&#228;ventiver Reinwaschung der Beh&#246;rden zur&#252;ckzuhalten und die r&#252;ckhaltlose Aufkl&#228;rung etwaiger Vers&#228;umnisse nicht dem Zufall und der Recherche hartn&#228;ckiger Journalisten zu &#252;berlassen. Und weil wir grad bei Journalisten sind: wer den Opfern wirklich helfen will, der sorgt auch im Mediengesetz daf&#252;r, dass Grenz&#252;berschreitungen im Bereich der Privatsph&#228;re nicht mal eben aus der Portokassa zu begleichen sind.</p>
<p>Das w&#228;re nat&#252;rlich alles ein bisschen unbequemer und komplizierter umzusetzen als &#8222;Schwanz-ab&#8220; und &#8222;lebenslang f&#252;r Kindersch&#228;nder&#8220;. Daf&#252;r m&#252;sste man das Problem ja ernst nehmen, sich vorbehaltlos und differenziert, gemeinsam mit Experten und ohne ideologische Scheuklappen, mit allen Aspekten auseinandersetzen und d&#252;rfte nicht nur die eigenen Umfragewerte und die n&#228;chste Wahl im Auge haben.</p>
<p>Aber solche L&#246;sungen werden wir in &#214;sterreich auch aus einem anderen Grund so bald nicht sehen: Ihr Erkl&#228;rungsbedarf sprengt leider den Platz einer <span class="zerospace"> -</span>Krone-Schlagzeile.</p>
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		<title>&#8222;Mit Sicherheit untergehen&#8220;</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2008/03/19/mit-sicherheit-untergehen/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 00:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Update 18.4.2008: Der Essay darf frei kopiert und weiterver&#246;ffentlicht werden!1) &#8222;Ein Politiker, der B&#252;rgerrechte abbaut, ist langfristig gef&#228;hrlicher als ein Terrorist.&#8220;, schreibt Ilija Trojanow in seinem herausragenden Essay &#8222;Mit Sicherheit untergehen&#8220;, ver&#246;ffentlicht im Standard, vergangenes Wochenende.2) Vergangenes Wochenende habe ich dann auch den ersten Leserbrief meines Lebens geschrieben. Ich wollte nicht nur einen Link mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small style="color: maroon"><strong>Update 18.4.2008:</strong> Der Essay darf frei kopiert und weiterver&#246;ffentlicht werden!<sup><a href="http://blog.bassena.org/2008/03/19/mit-sicherheit-untergehen/#footnote_0_438" id="identifier_0_438" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich habe Ilija Trojanow sicherheitshalber noch mal gefragt, ob sein Text auch von anderen Blogs, Webseiten, etc. frei kopiert und ver&amp;#246;ffentlicht werden darf, zumindest, solang keine kommerzielle Absicht dahintersteht. Seine Antwort: &amp;#8222;Ja, v&amp;#246;llige Freiheit, den Text zu verbreiten (je mehr, desto besser). Vielen Dank!&amp;#8220; Nun denn, hier ist noch mal das PDF, oder einfach aus dem Browser kopieren. Angabe des Autors, also Ilija Trojanow, bitte nicht vergessen. 34 Suchergebnisse (Stand: 18.4.2008) f&amp;#252;r diesen Text bei Google sind ja echt ein Armutszeugnis, das geht besser! :-)">1</a>)</sup><br />
</small></p>
<p><strong>&#8222;Ein Politiker, der B&#252;rgerrechte abbaut, ist langfristig gef&#228;hrlicher als ein Terrorist.&#8220;, schreibt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilija_Trojanow" title="Wikipedia &#252;ber Ilija Trojanow">Ilija Trojanow</a> in seinem herausragenden Essay &#8222;Mit Sicherheit untergehen&#8220;, ver&#246;ffentlicht <a href="http://derstandard.at/?id=3265402" title="'Mit Sicherheit untergehen' von Ilija Trojanow">im Standard</a>, vergangenes Wochenende.<sup><a href="http://blog.bassena.org/2008/03/19/mit-sicherheit-untergehen/#footnote_1_438" id="identifier_1_438" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und zuvor, wie ich eben sehe, schon in der Stuttgarter Zeitung. Bezeichnend, dass kaum Adaptierungen n&amp;#246;tig waren, f&amp;#252;r den Transfer nach &amp;#214;sterreich.">2</a>)</sup></strong></p>
<p><a href="http://www.claybennett.com/pages/10_29_01.html" title="'Privacy vs. Security' aus der Pulitzer-gekr&#246;nten Cartoon-Serie von Clay Bennett"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2008/03/privacy-vs-security.thumbnail.jpg" alt="‚Privacy vs. Security‘ aus der Pulitzer-gekr&#246;nten Cartoon-Serie von Clay Bennett" align="right" /></a></p>
<p>Vergangenes Wochenende habe ich dann auch den ersten Leserbrief meines Lebens geschrieben. Ich wollte nicht nur einen Link mit ein paar Zitaten setzen. Auf einen Artikel, der bald im kostenpflichtigen Archiv des Standard <em>mit Sicherheit untergehen</em> wird. Daf&#252;r ist diese Sache mir zu wichtig.</p>
<p>Darum habe ich Ilija Trojanow gebeten, seinen Essay auch hier im Blog ver&#246;ffentlichen zu d&#252;rfen. Ich hatte nicht zu hoffen gewagt, ihn &#252;ber die einzige gefundene Adresse wirklich zu erreichen. Aber es hat geklappt, und er hat geantwortet:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter [&#8230;]</p>
<p>Von einem anderen &#8222;Kampfplatz&#8220; (das korrupte und mafi&#246;se Bulgarien) schicke ich Ihnen meinen herzlichen Dank f&#252;r Ihr Interesse und Ihre Bereitschaft, diesen Text zu verbreiten. Da er vor allem mit dem Ziel geschrieben wurde, eine politische Wirkung zu entfalten, freue ich mich &#252;ber jeden zus&#228;tzlichen Leser und gebe Ihnen carte blanche, ihn auf Ihrem Blog zu ver&#246;ffentlichen.</p>
<p>Mit besten Gr&#252;&#223;en<br />
Ilija Trojanow</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>Nun denn, hier kommt er, der bislang mit Abstand l&#228;ngste Beitrag in diesem Blog. Aber auch der mit Abstand Beste &#8211; K&#252;nstst&#252;ck, da nicht von mir :-)<br />
<a title="essay" name="essay"></a><br />
<small>Wer lange Texte leichter auf Papier liest, kann sich hier eine <a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2008/03/mit_sicherheit_untergehen.pdf" title="Mit Sicherheit untergehen (PDF 40 KB)">PDF-Version herunterladen</a> und ausdrucken.</small></p>
<blockquote style="font-size: 0.9em">
<h3 style="font-size: 1.5em">Mit Sicherheit untergehen<br />
<span style="font-size: 0.8em">von Ilija Trojanow</span></h3>
<p align="center"><em>Das Leben ist sch&#246;n, aber unsicher.<br />
</em><small style="color: black">&#8211; Egon Erwin Kisch</small></p>
<p>Wir wissen alles &#252;ber Sie. Sie ahnen nicht, wie viele Spuren Sie t&#228;glich hinterlassen. Eink&#228;ufe mit der Rabattkarte, Bestellungen im Internet, Fingerabdr&#252;cke beim Beantragen Ihres Reisepasses und ein vollst&#228;ndiges Archiv Ihrer k&#246;rperlichen Gebrechen bei der Krankenkasse. Wir wissen, wie viel Strom Sie im vergangenen Monat verbraucht haben (eine Zunahme von 12,4 Prozent – das ist bedenklich, beherbergen Sie jemanden?); Sie wurden fotografiert, als Sie am Bankautomaten 1000 Euro abgehoben haben (schon wieder! Wozu so viel Bargeld?); wir wissen, welche B&#252;cher Sie in der Bibliothek ausleihen (wieso haben Sie gerade Noam Chomsky ausgew&#228;hlt?). Sollten wir Sie n&#228;her verd&#228;chtigen, k&#246;nnen wir Listen all Ihrer Telefonate und E-Mails erhalten, einschlie&#223;lich Rufnummer, Uhrzeit, Datum, Standort von Anrufer und Angerufenem zu Beginn des Gespr&#228;chs sowie die E-Mail- und IP-Adressen von Sender und Empf&#228;nger. Unser Geheimdienst kann auf diese Informationen ohne richterlichen Beschluss zugreifen (dank des Vorratsdatenspeicherungsgesetzes). Wir k&#246;nnen Ihre Festplatte einsehen, inklusive aller Urlaubsfotos. Und sollten Sie die Unverfrorenheit gehabt haben, in Heiligendamm gegen den G8-Gipfel zu protestieren, besitzen wir auch Ihre Geruchsprobe (keine Angst, wir geben diese nicht au&#223;er Haus).<span id="more-438"></span></p>
<p>Wir haben Zugriff auf jede Ihrer Erinnerungen, die sich materialisiert hat. Und Ihre Gedanken? Frei sollen die sein? Insoweit Gedanken Folgen haben, Handlungen bewirken, kennen wir auch Ihre Gedanken. Und Gedanken, die zu nichts f&#252;hren, interessieren uns nicht – sie sind wertlos. Sie d&#252;rfen frei bleiben. Was wir nicht wissen, lohnt des Wissens nicht.</p>
<h4>Die Welt, ein &#220;berwachungsraum</h4>
<p>Gestern etwa – Sie waren in der Innenstadt, beim Friseur, und auch am Hauptbahnhof, um eine Fahrkarte nach Amsterdam zu erwerben –, wurden Sie zweiundvierzigmal von unseren Kameras erfasst. Sie wurden &#246;fter gefilmt als an Ihrem Geburtstag. Und sollten unsere irdischen &#220;berwachungseinheiten nicht ausreichen, verf&#252;gen wir &#252;ber kosmische Verst&#228;rkung: Quick Bird 2, der aus 450 Kilometern auf Sie herabstarrt und mit jedem Bild ein irdisches Quadrat von 16,5 Kilometer Breite erfasst. Oder WorldView-1, der in einer Frequenz von 1,2 Tagen den Globus in 500 Kilometern H&#246;he umkreist und t&#228;glich 750.000 Quadratkilometer abfotografiert. Eines baldigen Tages werden wir die Real-Time-Satellitenbilder mit den &#220;berwachungskameras verschalten. Sp&#228;testens dann ist Ihre Welt ein einziger &#220;berwachungsraum.</p>
<p>Sie &#8230; sind &#8230; nackt. Nat&#252;rlich nicht immer. Manchmal sind Sie – informationstechnisch gesehen – verschleiert. Aber nur, solange Sie nicht unsere Dienstwilligkeit auf sich ziehen. Dann rei&#223;en wir Ihnen den Schleier herunter. Ihr Grundzustand ist einer der v&#246;lligen Bl&#246;&#223;e. Trotzdem: Machen Sie sich wenig Sorgen. Wieso sollten Sie auch. Sie haben ja nichts zu verbergen. Nur jene mit schmutzigen Geheimnissen m&#252;ssen die &#220;berwachung f&#252;rchten. Sie fallen ja nicht auf. Nein, Sie nicht.</p>
<p>Doch der Blick durch die Kamera verd&#228;chtigt jeden. Jedes Abspielen einer Aufnahme verst&#228;rkt das Misstrauen. Das Geheimnishafte zwingt den Objekten der Observierung Illegalit&#228;t auf. Versuchen Sie mal, vor der Linse einer &#220;berwachungskamera unschuldig zu wirken.</p>
<h4>Gef&#228;hrlicher als ein Terrorist</h4>
<p>Das Verh&#228;ltnis zwischen Kriminellen und Ordnungsmacht hat sich mit der rasanten technologischen Entwicklung zu Ungunsten des Kriminellen ver&#228;ndert. Heute verf&#252;gt die Ordnungsmacht &#252;ber ein gewaltiges Arsenal, von DNA-Proben bis hin zu fast unsichtbaren Abh&#246;rmikrofonen. Fernsehserien wie CSI:Miami faszinieren ob der atemberaubenden F&#228;higkeiten der Ermittler im Labor. Noch nie schien das nat&#252;rliche Ende einer Kriminalgeschichte, die &#220;berf&#252;hrung eines T&#228;ters so glaubw&#252;rdig, ja gar unausweichlich – noch nie war das perfekte Verbrechen so schwierig. Es liegt in der Natur der Ermittlung, dass konkrete Erfolge durch generelle Ma&#223;nahmen erzielt werden. Es w&#228;re sch&#246;n, wenn die Ordnungsmacht so gezielt operieren k&#246;nnte, dass nur die Verbrecher ihrer Rechte beschnitten werden w&#252;rden, doch das ist unrealistisch, setzt es doch eine Kenntnis &#252;ber das Verbrechen voraus, die am Anfang der Ermittlungen schlichtweg nicht vorliegen kann. Also m&#252;ssen die Rechte vieler eingeschr&#228;nkt werden, um einige wenige zu &#252;berf&#252;hren – ein Grundsatz, der umso mehr beim Kampf gegen den Terrorismus gilt. Darin liegt die moralische Crux des staatlichen Eingriffs. Um die Gewalt von Einzelnen zu bek&#228;mpfen, &#252;bt der Staat selbst Gewalt aus. Die v&#246;llige Chancenlosigkeit des Verbrechers h&#228;tte somit eine Kehrseite: die absolute Macht der Beh&#246;rden. Dann w&#228;re die Kriminalit&#228;t keineswegs abgeschafft, sondern vom Individuum auf den Staat verlagert.</p>
<p>Wenn also Ostnostalgiker von der geringen Kriminalit&#228;tsrate in der DDR schw&#228;rmen, ignorieren sie den verbrecherischen Staat, der diesen Zustand erm&#246;glichte. Nur ein fl&#252;chtiger Blick auf die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts d&#252;rfte jeden &#252;berzeugen, dass Staatskriminalit&#228;t tausendfach schlimmer ist als jegliche Individualkriminalit&#228;t, dass der Terror Vereinzelter nicht ann&#228;hernd so verheerend ist wie der Staatsterror. Deswegen gilt ein einfacher Grundsatz: &#8222;Ein Politiker, der B&#252;rgerrechte abbaut, ist langfristig gef&#228;hrlicher als ein Terrorist.&#8220;</p>
<h4>Allt&#228;gliche Gefahren</h4>
<p>Wir wollen, dass Sie sicher leben! – wirbt die Polizei auf dem Boden einer U-Bahn-Haltestelle. Und an allen gr&#246;&#223;eren Bahnh&#246;fen sieht man den Aufkleber: &#8222;F&#252;r Ihre Sicherheit: rund um die Uhr kamera&#252;berwacht.&#8220; Irgendjemand hat giftgr&#252;n danebengekritzelt: Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht. Leben ist permanente Unsicherheit. Wir gehen t&#228;glich unz&#228;hlige Risiken ein, im Stra&#223;enverkehr, am Arbeitsplatz, im Umgang mit Mitmenschen, beim Verzehr von Nahrungsmitteln. W&#252;rden wir unseren &#196;ngsten freien Lauf lassen, w&#228;ren wir handlungsunf&#228;hig. Gerade die T&#228;tigkeiten, die wir besonders gern ausf&#252;hren, verzeichnen oft ein hohes Risiko. In unserer Freizeit st&#252;rzen wir uns schneebedeckte Abh&#228;nge hinunter oder heben von Klippen ab, rasen mit 200 Stundenkilometern &#252;ber die Autobahn, verreisen in unges&#252;ndere L&#228;nder und kriminellere St&#228;dte. Der mutigste Typ von allen ist nat&#252;rlich der Heimhandwerker, statistisch betrachtet ein kolossaler Draufg&#228;nger, so hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich selbst verletzt oder gar einen t&#246;dlichen Unfall erleidet. Wir rationalisieren souver&#228;n im Alltag Risiken und st&#252;rzen uns mit Bravour in Gefahren, die tausendmal gr&#246;&#223;er sind als jene, vor denen uns der Staat bewahren soll. Und gerade das nennen wir W&#252;rde – der Angst die Stirn bieten. Und unsere W&#252;rde soll unantastbar bleiben.</p>
<h4>Instrumentalisierte Angst</h4>
<p>Mut, Courage, Contenance sind Werte, die jede menschliche Gesellschaft hochh&#228;lt – manchmal mehr, manchmal weniger. Wo gilt der Feigling als Vorbild? Betrachten wir unsere Sprache. Wie wortreich und deftig wird jener abgewatscht, dem es an Mut fehlt: Feigherz, Angsthase, Duckm&#228;user, Dr&#252;ckeberger, Pantoffelheld, J&#228;mmerling, Bangb&#252;chse, Hasenfu&#223;, Kriecher, Leisetreter, Memme, Schlappschwanz, Waschlappen. Keine Frage, wir sch&#228;tzen den Mut und das aus gutem Grund. Die Angst ist – im Gegensatz zur n&#252;tzlichen Vorsicht – eine der gr&#246;&#223;ten Gei&#223;eln des Menschen. Wenn sie sich einmal einnistet, wuchert sie, l&#228;sst sich durch kein vern&#252;nftiges Wort und keine passende Geste eind&#228;mmen, sie durchdringt alles, jedes Gef&#252;hl und jeden Gedanken, sie l&#228;hmt, sie f&#228;llt schwer wie der Schatten eines grausigen Albtraums auf das wache Leben. Wer jemals einen Menschen erlebte, der in Panik ger&#228;t, weil er &#252;ber eine schwebende Br&#252;cke gehen muss, der wei&#223;, wie Angst einen – gegen die eigenen Interessen – um sich schlagen l&#228;sst, wie sehr Angst einen selbst gef&#228;hrdet.</p>
<p>Angst zu sch&#252;ren ist also nicht nur kontraproduktiv, sondern hochgradig gef&#228;hrlich. Wir treiben unseren Kindern nicht die Angst aus, um sie ihnen im Erwachsenenalter wieder einzutrichtern. Und trotzdem instrumentalisiert der Staat immer wieder die Angst, infiziert die Gesellschaft mit ihr, um seine Macht zu best&#228;tigen und zu erweitern. Der Staat ist ein Angstgewinnler. Der B&#252;rger ist ein besonders tragischer Hans im Gl&#252;ck, denn er gibt sein wertvollstes Gut auf und erh&#228;lt daf&#252;r eine Schim&#228;re. Nicht nur kann kein Staat der Welt ihn gegen jedwede Gewalt sch&#252;tzen, sondern er wird potenziell Opfer einer neuen, viel gr&#246;&#223;eren Gewalt, will hei&#223;en der Staatsgewalt, die in dem Ausma&#223;e w&#228;chst, in welchem der B&#252;rger sich seine Freiheit hat abnehmen lassen. Der deutsche Innenminister behauptet, Sicherheit und Freiheit gingen Hand in Hand. Erst die Sicherheit erm&#246;gliche die Freiheit, sagt der Minister mit der ganzen Gravitas seines Amtes und beweist dadurch, wessen Untertanengeistes Kind er ist. Man kann als Politiker auch anders reden: Lassen Sie mich meine feste &#220;berzeugung kundtun, dass die einzige Sache, die wir zu f&#252;rchten haben, die Furcht selbst ist – namenloser, unbedachter, ungerechtfertigter Schrecken. So sprach Franklin D. Roosevelt bei seinem Amtsantritt.</p>
<h4>Freiheit bedingt Unsicherheit</h4>
<p>Die Freiheit ist nicht nur ein Naturrecht, sondern der Grundzustand des Menschen. Freiheit bedingt Unsicherheit: Weil jeder tun und lassen kann, was er will, kommt es zu Anma&#223;ungen, Konflikten, Bosheiten. Stets nach der Staatsgewalt zu rufen, ist Ausdruck einer Missachtung der eigenen Freiheit, die man erst einmal selbst zu verteidigen hat. Der &#220;berfall in einer S-Bahn, den wir als Mitpassagiere bezeugen, ohne einzugreifen, ist der Lackmustest f&#252;r unser Rechtsverst&#228;ndnis. Die Verteidigung der Freiheit kann nicht delegiert werden. Zu behaupten, der Staat schaffe unsere Freiheit, stellt die Realit&#228;t auf den Kopf. Weil aber der Minister so denkt, und er steht keineswegs allein mit dieser Meinung, wird unsere Politik gepr&#228;gt von einer fatalen Sehnsucht nach Sicherheit, die Wichtigeres &#252;berstrahlt: Solidarit&#228;t, Nachhaltigkeit, Frieden.</p>
<p>Der heutige Staat ist ein Sicherheitsstaat, und hier bei&#223;t sich die Katze in den Schwanz. Wenn die Sicherheit auf symbolischer Ebene bedroht ist – wir alle wissen, dass die Bedrohung durch Terrorismus eine gef&#252;hlte Bedrohung ist, denn das Risiko, die Wahrscheinlichkeit also, dass wir einer unseren &#196;ngsten entsprechend gro&#223;en Gefahr begegnen, ist so gering wie die Chancen f&#252;r einen Lottogewinn –, muss er besonders auftrumpfen, muss sich aufplustern und aufspielen, muss in Aktionismus und Hysterie verfallen, um seinen Kernbereich zu sch&#252;tzen. Von der zunehmenden beh&#246;rdlichen Erm&#228;chtigung profitiert allein der Staat, denn seine Sicherheitspolitik ist f&#252;r den B&#252;rger im besten Fall ein Nullsummenspiel. Er gewinnt an Sicherheit gegen&#252;ber aggressiven Unbekannten, verliert andererseits an Sicherheit gegen&#252;ber dem Staat.</p>
<h4>Entmenschlichte Feinde</h4>
<p>Die Befugnisse der Polizei und der Geheimdienste werden erweitert, die Rechte von Verd&#228;chtigen eingeschr&#228;nkt, das Gerichtssystem entmenschlicht, weil der &#8222;Feind&#8220; keine Rechte haben soll. Schon die Sprache offenbart – wenn verst&#228;rkt von &#8222;Terrorverd&#228;chtigen&#8220; gesprochen wird – die Verrenkung. Eigentlich sind Verd&#228;chtige nach unserer Rechtsauffassung immer auch Unschuldige, aber der vordere Teil dieses rhetorischen Repetiergewehrs weist schon in Richtung Gewahrsam, Sondergericht und Folter. Da die Nato-Staaten einen &#8222;Krieg gegen Terror&#8220; f&#252;hren, einen endlosen Krieg, denn er wird gegen einen amorphen Gegner gef&#252;hrt, ist ein Terrorverd&#228;chtiger einer von jenen, die unser Leben und unsere Welt bedrohen. Dieses Wort, so aggressiv wie seine Suggestion, setzt die Menschenrechte gleich in Klammern.</p>
<h4>Ausnahme bestimmt Regel</h4>
<p>Neuerdings l&#228;sst man immer wieder Versuchsballons steigen, die moralisch &#228;u&#223;erst knifflige oder gar unl&#246;sbare Situationen heraufbeschw&#246;ren, so wie einst der Kriegsdienstverweigerer hinterlistig gefragt wurde, ob er denn zusehen w&#252;rde, wie jemand im Park seine Mutter vergewaltigte. Ein verhafteter &#8222;Terrorverd&#228;chtiger&#8220; wei&#223;, wo die n&#228;chste Bombe losgehen wird, aber er will es uns nicht sagen. Die Bombe soll in einer Schule explodieren. Denken Sie an Ihre eigenen Kinder, es k&#246;nnte deren Schule treffen – und da wollen Sie uns ein wenig Folter verweigern? Und wie ist es mit dem Flugzeug, das gekapert wurde und nun auf die Frankfurter City zufliegt, wo ein Einschlag Hunderte oder gar Tausende von Menschen t&#246;ten wird. Das soll nicht abgeschossen werden? Das N&#252;tzliche an diesen ethischen Zwickm&#252;hlen ist, dass niemand unbeschadet aus ihnen herauskommen kann. Unbestritten ist, dass sie nicht den Normalfall darstellen, und dass wir die Frage, wie wir unser Zusammenleben organisieren wollen, welche Werte wir unbedingt verteidigen m&#246;chten, nicht von dramatischen Zuspitzungen abh&#228;ngig machen sollten. Wenn die Ausnahme die Regel best&#228;tigt, dann steht die Ausnahme au&#223;erhalb der Regeln. Ein Gemeinwesen, das versucht, jede Ausnahme regulierend zu erfassen, w&#228;re ein b&#252;rokratischer Wahnapparat.</p>
<p>Juristen nennen solche heraufbeschworenen Gefahren abstrakt. Der &#220;bergang von konkreter zu abstrakter Gefahr ist schwerwiegend. Bei der konkreten Gefahr wartet man ab, bis der Notfall eingetreten ist, um ihn dann m&#246;glichst sinnvoll zu bek&#228;mpfen. Bei der allgemeinen Gefahr wird die Pr&#228;vention das oberste Motiv staatlichen Handelns. Um jeden Notfall zu verhindern, wird der Notstand eingef&#252;hrt. Nach dem brutalen &#220;berfall auf einen Rentner in M&#252;nchen rief der M&#252;nchner Polizeipr&#228;sident Wilhelm Schmidbauer aus: &#8222;Wer Video&#252;berwachung und die polizeiliche Erhebung von Telefonverbindungsdaten infrage stellt, macht unsere Gesellschaft ein St&#252;ck weit unmenschlicher.&#8220; Denn er bereitet der Gewalt den Weg, indem er das Entdeckungsrisiko f&#252;r Gewaltt&#228;ter stark reduziert. Folgt man der Argumentation des Polizeipr&#228;sidenten, die ein Junktim zwischen &#220;berwachung und Menschlichkeit konstruiert, w&#228;re der absolute &#220;berwachungsstaat der menschlichste aller m&#246;glichen Staaten und Orwells 1984 eine positive Utopie.</p>
<h4>Freiheitsrechte nur bei Sonnenschein</h4>
<p>Der einzige Schutz, der dem B&#252;rger zugesprochen wird, versteckt sich in dem Wort: verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig! Das Eingreifen der Beh&#246;rden soll verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig ausfallen, die Freiheit soll verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig eingeschr&#228;nkt werden. Heribert Prantl gibt in der S&#252;ddeutschen Zeitung pointiert zu bedenken: &#8222;Wer zweifelt daran, dass die Sicherheitsbeh&#246;rden im Zweifel nie an der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit zweifeln.&#8220; Der Pr&#228;ventivstaat ist ein Nimmersatt. Der B&#252;rger braucht keinen Schutz durch den Staat, sondern Schutz vor dem Staat. Spinoza hat dieses Ph&#228;nomen in seinem unvollendeten Tractatus Politicus auf den Punkt gebracht: Jene, die insgeheim die Angelegenheiten des Staates vorantreiben, halten diese unter ihrer Kontrolle, und so verschw&#246;ren sie sich nicht nur gegen den Feind in Zeiten des Krieges, sondern auch gegen die B&#252;rger in Zeiten des Friedens.</p>
<p>Und schon verfassen Juristen Wehrfibeln, um den Gefahren des Terrorismus zu begegnen. Staatsrechtler wie zum Beispiel Otto Depenheuer, Autor von Selbstbehauptung des Rechtsstaates, betrachten die Freiheitsrechte des B&#252;rgers als provisorisch, g&#252;ltig bei Sonnenschein und Spaziergang, doch umgehend einzuschr&#228;nken bei Gewitter – das Menschenrecht als Regenschirm, der einbehalten wird, wenn man ihn wirklich ben&#246;tigt. Sicherheit sei die wichtigste Aufgabe des Staates, alles andere gilt Juristen wie Depenheuer als &#8222;Draperie&#8220;. Der Staat erlebt seine wahre Erf&#252;llung im Ernstfall, wenn von allen B&#252;rgern Opfer gefordert sind. Nur so k&#246;nne der Staat gegen&#252;ber den Terroristen die Z&#228;hne fletschen. Man kann geradezu sp&#252;ren, wie die Muskelspiele des Juristen die Selbstmordattent&#228;ter einsch&#252;chtern. Ein Blick auf den totalit&#228;ren Staat Saudi-Arabien m&#252;sste solche staatsrechtlichen Bodybuilder eines Besseren belehren – denn dort werden mehr Attentate und Bombenanschl&#228;ge ver&#252;bt als in Deutschland, obwohl die Polizei &#252;ber alle Macht verf&#252;gt, und Feinden des Staates ohne viel Federlesen der Kopf abgehackt wird.</p>
<p>Vertreter solcher Standpunkte sind Staatsgroupies, deren Libido sich an Allmachtfantasien entz&#252;ndet. Skeptiker, die sich f&#252;r soziale Gerechtigkeit, diskursive Abw&#228;gung oder allgemein Menschenrechte einsetzen, seien verantwortungslose, auf sich selbst bezogene und v&#246;llig weltfremde Schw&#228;chlinge! Da haben wir den Feiglingsvorwurf wieder. Nur mit umgekehrten Vorzeichen. Das Problem liegt laut Professor Depenheuer im &#8222;Lebensgef&#252;hl einer saturierten und hedonistischen Erlebnis- und Spa&#223;gesellschaft&#8220;.</p>
<h4>Feinde vernichtet man</h4>
<p>&#8222;Wieso ist der Staat so bedroht?&#8220;, werden Sie wahrscheinlich fragen, wenn Sie Wein lieber als Waffen m&#246;gen und die Tanzfl&#228;che freudiger betreten als den Exerzierplatz. Weil wir neuerdings einen &#8222;asymmetrischen Krieg&#8220; f&#252;hren, antworten Depenheuer und Konsorten. Ha, da haben Sie es. W&#228;hrend Sie Ihr leckeres Eis geschleckt und in den Tag sinniert haben, ist ein v&#246;llig neuartiger Krieg ausgebrochen. Die Liste reicht von Kontaktsperre, Einsatz der Bundeswehr im Innern, Rasterfahndung, Online-Durchsuchung, Erfassung biologischer Merkmale &#252;ber weitreichende Video&#252;berwachung und Abh&#246;rung bis &#8222;Internierung potenziell gef&#228;hrlicher Personenkreise&#8220; und beinhaltet sogar die &#8222;rechtsstaatlich domestizierte Folter&#8220;. Depenheuers Antwort auf die Frage &#8222;Muss der Staat auch seinen Feind als Rechtssubjekt achten?&#8220; lautet entschieden: &#8222;Nein!&#8220; Zustimmend zitiert er den emeritierten Verfassungsrechtler Gerd Roellecke: &#8222;Feinde bestraft man nicht. Feinde ehrt und vernichtet man.&#8220; Wenn Ihnen bei solchen &#220;berlegungen schlecht wird, sind Sie kein Feigling, sondern Besitzer eines gesunden Freiheitsverstandes. Sie werden sich fragen, wieso ich auf einem dubiosen K&#246;lner Professor herumreite. Aus keinem anderen Grund, als dass Otto Depenheuer Berater von Wolfgang Sch&#228;uble ist, seines Zeichens Innenminister einer noch freiheitlichen Bundesrepublik Deutschland. Sch&#228;uble riet der &#214;ffentlichkeit in der Zeit vom 19.Juli 2007, Depenheuer zu lesen, um sich &#8222;einen aktuellen Stand zur Diskussion zu verschaffen&#8220;. Der aktuelle Stand sind juristische M&#228;rsche, die in den Totalitarismus blasen.</p>
<h4>Protokolle einer Kindheit</h4>
<p>Ich wei&#223;, wovon ich spreche. Denn ich habe das seltene Privileg, die Familiengespr&#228;che aus meiner Kindheit heute nachlesen zu k&#246;nnen, dank der bulgarischen Staatssicherheit. An einem sonnigen Herbsttag Anfang der 1970er-Jahre r&#252;ckten 27 Mitarbeiter der Staatsicherheit an, nachdem sie alle Bewohner des vierst&#246;ckigen Hauses weggelockt hatten – der Hauptverd&#228;chtige, mein Onkel, wurde auf Dienstreise geschickt, die anderen Bewohner zum Komsomol und zur Polizei gerufen –, dann wurde der gewaltige Generator des nahegelegenen Innenministeriums angeworfen, sodass die Stasileute unter einem sch&#252;tzenden Brummen klandestin in allen Zimmern unserer Wohnung L&#246;cher bohren, Kabel ziehen und Wanzen installieren konnten. Nichts von der zarten Unauff&#228;lligkeit, mit der die Stasi bei der Bewachung in dem Erfolgsfilm &#8222;Das Leben der anderen&#8220; vorgeht. Jahrelang wurde jedes Gespr&#228;ch, das meine Gro&#223;mutter, meine Tante, mein Onkel und ihre G&#228;ste f&#252;hrten, aufgenommen, abgeh&#246;rt, abgeschrieben und abgelegt. Zu Beginn der Lekt&#252;re steht man im Bann der L&#228;cherlichkeit des Ganzen. Doch je l&#228;nger man sich durch diese Gespr&#228;chsprotokolle liest, desto mehr beschleicht einen das Gef&#252;hl, dass etwas verheimlicht wird, desto wacher achtet man auf versteckte Hinweise, auf unterstellte Codierungen.</p>
<p>Die Paranoia der Staatsmacht steckt einen nachtr&#228;glich an. Und als mein Onkel eines Tages unvermutet aus dem Land flieht, schw&#246;rt meine Tante meine Gro&#223;mutter darauf ein, bei den bevorstehenden Verh&#246;ren auszusagen, sie h&#228;tten nichts gewusst. Die Ironie dieser Selbstschutzstrategie war, dass meine Tante tats&#228;chlich nichts wusste. Mein Onkel hatte ihr nichts gesagt, um sie zu sch&#252;tzen. Die verbalen Folgen ihrer Verwirrtheit lassen sie Satz um Satz schuldiger erscheinen. Sie wurde f&#252;r drei Jahre in ein Dorf in der tiefsten Provinz verbannt.</p>
<h4>Wie viel Sicherheit brauchen wir?</h4>
<p>Die entscheidende Frage ist: Wie viel Sicherheit brauchen wir? Trotz gegenteiliger Behauptungen der Innenminister – es gibt kein &#8222;Grundrecht auf Sicherheit&#8220;. Vieles von dem, was kulturell dynamisch ist, was unser Dasein begl&#252;ckt und unsere Entwicklung befruchtet, erw&#228;chst aus Zust&#228;nden der Unsicherheit. Eine kritische Menge an Fatalismus ist notwendig, um sich gegen totalit&#228;re Anspr&#252;che zu wappnen. Eine freie Gesellschaft, die frei bleiben will, muss mit Risiken umgehen k&#246;nnen, muss Gefahr als Teil des Lebens hinnehmen. Ist absolute Sicherheit &#252;berhaupt gut? Oder geh&#246;rt sie nicht eher zu jenen Utopien, die an Attraktivit&#228;t verlieren, wenn man sich ihre Folgen genauer vorstellt – wie die Unsterblichkeit. Absolute Sicherheit hie&#223;e v&#246;llige Erstarrung. Wir leben von Wandel, von Verlust und Vergehen, von &#220;berraschung und &#220;berrumpelung, von den immer wieder neuen Anforderungen an unsere Anpassungsf&#228;higkeit. Eine Welt der endg&#252;ltigen Sicherheiten w&#228;re keine lebenswerte Welt.</p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p align="right">Mit freundlicher Genehmigung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilija_Trojanow" title="Wikipedia &#252;ber Ilija Trojanow">Ilija Trojanow<br />
</a>(Zwischentitel nicht original)<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilija_Trojanow" title="Wikipedia &#252;ber Ilija Trojanow"><br />
</a></p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>Am liebsten w&#252;rde ich ja &#252;berall im Web &#252;ber Kopien oder zumindest Ausz&#252;ge dieses Essays von Trojanow stolpern. So als kleine Auffrischung der Metternich 2.0-Aktion. Bis <em>jeder</em> Staatsb&#252;rger diese Pflichtlekt&#252;re zumindest einmal gelesen hat.</p>
<p>Innenminister d&#252;rfen gerne auch &#246;fter.</p>
<div style="clear: both; margin-top: 2em; color: #777;">_________</div><div style="font-family: Arial, Helvetica, Sans-Serif; font-size: 0.9em; line-height: 1.5em; color: #777"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_438" class="footnote">Ich habe Ilija Trojanow sicherheitshalber noch mal gefragt, ob sein Text auch von anderen Blogs, Webseiten, etc. frei kopiert und ver&#246;ffentlicht werden darf, zumindest, solang keine kommerzielle Absicht dahintersteht. Seine Antwort: &#8222;<strong>Ja, v&#246;llige Freiheit, den Text zu verbreiten (je mehr, desto besser). Vielen Dank!</strong>&#8220; Nun denn, <a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2008/03/mit_sicherheit_untergehen.pdf" title="Mit Sicherheit untergehen (PDF 40 KB)">hier ist noch mal das PDF</a>, oder einfach aus dem Browser kopieren. Angabe des Autors, also Ilija Trojanow, bitte nicht vergessen. 34 <a href="http://www.google.at/search?q=trojanow+%22mit+sicherheit+untergehen%22" title="Google-Suche: trojanow 'mit sicherheit untergehen'">Suchergebnisse</a> (Stand: 18.4.2008) f&#252;r diesen Text bei Google sind ja echt ein Armutszeugnis, das geht besser! :-)</li><li id="footnote_1_438" class="footnote">Und zuvor, wie ich eben sehe, schon <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1634469">in der Stuttgarter Zeitung</a>. Bezeichnend, dass kaum Adaptierungen n&#246;tig waren, f&#252;r den Transfer nach &#214;sterreich.</li></ol></div>]]></content:encoded>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 07:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es hat lange gedauert. Dieser Artikel ist seit Oktober 2007 in meiner Blog-Queue. Nun haben monochrom es aber doch noch geschafft, ein Video ihres herrlichen Auftritts bei den letztj&#228;hrigen Big Brother Awards online zu stellen: [Youtube-Video] Genial schr&#228;ges1), kritisch humorvolles &#8222;Rock-Opera-Musical&#8220; von GameJew alias Jonathan Mann und der Gruppe &#8222;monochrom&#8220;. Uraufgef&#252;hrt, bei der Verleihung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es hat lange gedauert. Dieser Artikel ist seit Oktober 2007 in meiner Blog-Queue. Nun haben <a href="http://www.monochrom.at/" title="Homepage der 'Kunstneigungsgruppe' monochrom">monochrom</a> es aber doch noch geschafft, ein Video ihres herrlichen Auftritts bei den letztj&#228;hrigen Big Brother Awards online zu stellen:</strong></p>
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    <br /><small>[<a href="http://www.youtube.com/v/KLAUlZAMMSU">Youtube-Video</a>]</small><br />
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  <!--<![endif]-->
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</p>
<p><small>Genial schr&#228;ges<sup><a href="http://blog.bassena.org/2008/02/21/such-a-nice-place-here-on-myfacespace/#footnote_0_241" id="identifier_0_241" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Leider auch bei manchen T&amp;#246;nen &amp;#8211; live f&amp;#228;llt das ja nicht so auf ;-)">1</a>)</sup>, kritisch humorvolles &#8222;Rock-Opera-Musical&#8220; von <a href="http://www.gamejew.com/">GameJew</a> alias Jonathan Mann und der Gruppe &#8222;monochrom&#8220;. Uraufgef&#252;hrt, bei der Verleihung der <a href="http://www.bigbrotherawards.at/">Big Brother Awards</a> 2007, der ich<sup><a href="http://blog.bassena.org/2008/02/21/such-a-nice-place-here-on-myfacespace/#footnote_1_241" id="identifier_1_241" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wer mich auf dem Foto  findet, darf mich behalten *g*">2</a>)</sup> live beiwohnen durfte.</small></p>
<p>Absolutes Highlight, der Auftritt des Administrators, herrlich verk&#246;rpert von <a href="http://fm4.orf.at/grenzfurthner/main" title="Grenzfurther auf FM4: Das (monochrome) Ende der Nahrungskette">Johannes Grenzfurthner</a>, von der Gruppe &#8222;monochrom&#8220;:</p>
<blockquote><p>When I was just a little boy,<br />
I didn&#8216;t have any friends.</p>
<p>(Choir) The Administrator!</p>
<p>My mother kept me inside,<br />
So I would have to pretend.<br />
BUT NOW, that you sign up for MyFaceSpace,<br />
You&#8216;re automatically my friends.<br />
And I know everything  about you,<br />
there&#8217;s nothing you can hide.<br />
I know everything! I know EVERYTHING!<br />
YOU are afraid of eating things that are red!<br />
And YOU, you have a birthmark, the shape of Marie Antoinette!<br />
And YOU, [&#8230;]</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>Kleine Ironie am Rande: Liedtexter GameJew, hat es offenbar <a href="http://gamejew.com/?q=node/194" title="I've set up a GameJew fan page on Facebook!">nicht geschafft</a>, den Verlockungen des von ihm erdichteten Administrators auf Dauer zu widerstehen&#8230;</p>
<p>ha|ns</p>
<div style="clear: both; margin-top: 2em; color: #777;">_________</div><div style="font-family: Arial, Helvetica, Sans-Serif; font-size: 0.9em; line-height: 1.5em; color: #777"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_241" class="footnote">Leider auch bei manchen T&#246;nen &#8211; live f&#228;llt das ja nicht so auf ;-)</li><li id="footnote_1_241" class="footnote">Wer mich auf dem <a href="http://www.photo-photo.at/gallery/photo.php?photo=26702&amp;u=624386,15" title="Fotoalbum Big Brother Awards 2007">Foto </a> findet, darf mich behalten *g*</li></ol></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Metternich 2.0</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2007/12/18/metternich-20/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 22:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.bassena.org/2007/12/18/metternich-20/</guid>
		<description><![CDATA[Der Unterschied zwischen Deutschland und &#214;sterreich? In Deutschland wird der Polizeistaat erst diskutiert und dann eingef&#252;hrt, bei uns ist es umgekehrt. Wenn ihr diese Woche nur mehr einen Link anklickt, dann bitte diesen: http://ueberwachungsstaat.at/ &#160; heise schreibt dazu (K&#252;rzungen und Hervorhebung von mir): &#214;sterreich: Petition gegen den &#220;berwachungsstaat gestartet Drei Informatik-Professoren und eine Richterin haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Der Unterschied zwischen Deutschland und &#214;sterreich? In Deutschland wird der Polizeistaat <a href="http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/95584" title="Heise: Artikelsammlung zu Terrorbek&#228;mpfung, TK-&#220;berwachung, Online-Durchsuchung">erst diskutiert</a> und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/100657" title="Heise: SPD-Innenpolitiker k&#252;ndigt Zustimmung zu Online-Durchsuchungen an">dann eingef&#252;hrt</a>, bei uns ist es <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/100700" title="Heise: &#214;sterreich: Petition gegen den &#220;berwachungsstaat gestartet">umgekehrt</a>.</strong></p>
<p style="clear: both">Wenn ihr diese Woche nur mehr einen Link anklickt, dann bitte diesen:</p>
<p align="center"><strong><a href="http://ueberwachungsstaat.at/" title="Petition gegen die Ausweitung der polizeilichen &#220;berwachung auf Handys, Internet und ihre UserInnen">http://ueberwachungsstaat.at/</a></strong></p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p>heise <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/100700" title="[heise] &#214;sterreich: Petition gegen den &#220;berwachungsstaat gestartet">schreibt</a> dazu (K&#252;rzungen und Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote>
<h3>&#214;sterreich: Petition gegen den &#220;berwachungsstaat gestartet</h3>
<p>Drei Informatik-Professoren und eine Richterin haben gemeinsam mit den Gr&#252;nen eine &#8222;Initiative f&#252;r den Schutz vor dem &#220;berwachungsstaat&#8220; gestartet. Sie haben den Nationalratsabgeordneten Peter Pilz ausgew&#228;hlt, um die Petition dem Nationalrat zu &#252;berreichen. Auf diesem Weg soll erreicht werden, dass das Sicherheitspolizeigesetz (SPG) doch noch im Innenausschuss des Nationalrats beraten wird.</p>
<p>Das neu gefasste SPG verpflichtet Mobilfunker, auf Polizeibefehl Standortdaten und <a href="/2007/12/05/csi-austria-wir-werdn-kan-richter-brauchn/#imsi-catcher" title="IMSI-Catcher - dein ganz privater Handysender">IMSI</a> eines Handys preiszugeben. Gleicherma&#223;en m&#252;ssen Provider Name und Anschrift von Nutzern bestimmter IP-Adressen herausgeben.</p>
<p><strong>Eine richterliche Kontrolle der W&#252;nsche der Polizei gibt es nicht mehr, auch eine Information der Betroffenen ist nicht vorgesehen.</strong></p>
<p align="right"><a class="more-link2" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/100700" title="[heise] &#214;sterreich: Petition gegen den &#220;berwachungsstaat gestartet">ganzer heise-Artikel »</a></p>
<p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<h3>Online-Demonstration &#8222;Nein zu Metternich 2.0!&#8220;</h3>
<p><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/12/metternich-logo.gif" alt="Metternich 2.0" align="left" /></p>
<p><strike>Stasi 2.0</strike> &#8222;Metternich 2.0&#8243; ist, so wie ich das verstanden habe, eine davon unabh&#228;ngige, &#252;berparteiliche Online-Demo teilnehmender Blogs und Websites, die mit ihrem Eselsohr auf diese Petition (und vielleicht sp&#228;ter ja auch auf andere Aktionen) hinweisen.</p>
<p>Weitere Informationen und Anleitungen zum Einf&#252;gen des Eselsohrs in die eigene Website gibt es bei <a href="http://wiki.helge.at/Online-Demo" title="Metternich 2.0 - Online-Demo">Helge</a>.</p>
<p>ha|ns</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Summum ius summa iniuria</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2007/12/16/summum-ius-summa-iniuria/</link>
		<comments>http://blog.bassena.org/2007/12/16/summum-ius-summa-iniuria/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 08:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#8222;Recht, auf die Spitze getrieben, ist das gr&#246;&#223;te Unrecht.&#8220; (Cicero) &#160; Aus gegebenem Anlass. ha&#124;ns]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p style="align: left">&nbsp;</p>
<p><strong>&#8222;Recht, auf die Spitze getrieben, ist das gr&#246;&#223;te Unrecht.&#8220;</strong></p>
<p align="right"> (<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Cicero#De_officiis_.28Vom_pflichtgem.C3.A4.C3.9Fen_Handeln.29">Cicero</a>)</p>
<p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>Aus gegebenem Anlass.</p>
<p>ha|ns</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Google-Ads: Ihre Werbung, perfekt plaziert!</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2007/12/15/google-ads-ihre-werbung-perfekt-plaziert/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Dec 2007 07:37:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heiteres, Kurioses & Jenseitiges]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Technisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich zweimal von Google-Ads extrem passend plazierte Werbung. Und auch noch vom selben Anbieter. Es geht um ein animiertes Gratislogo1) f&#252;rs Handy, das aber so angepriesen wird, als sei es eine Anwendung, die andere Handys in der Umgebung anzeigen k&#246;nne. Dabei sagt der Werbetext perfiderweise genau die Wahrheit: &#8222;Niemand2) wird dir glauben, dass du wei&#223;t, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gleich zweimal von Google-Ads extrem passend plazierte Werbung. Und auch noch vom selben Anbieter. Es geht um ein animiertes Gratislogo<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/12/15/google-ads-ihre-werbung-perfekt-plaziert/#footnote_0_342" id="identifier_0_342" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gratis ist nat&amp;#252;rlich nur das Logo, nicht das SMS-Abo, das im Kleingedruckten mitverkauft wird">1</a>)</sup> f&#252;rs Handy, das aber so angepriesen wird, als sei es eine Anwendung, die andere Handys in der Umgebung anzeigen k&#246;nne. Dabei sagt der Werbetext perfiderweise genau die Wahrheit: &#8222;Niemand<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/12/15/google-ads-ihre-werbung-perfekt-plaziert/#footnote_1_342" id="identifier_1_342" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8230;der seine f&amp;#252;nf Sinne beisammen hat">2</a>)</sup> wird dir glauben, dass du wei&#223;t, wer in der N&#228;he ist.&#8220;</strong></p>
<blockquote><p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/12/handyradar_listverse.jpg" class="floatbox" rev="group:342" title="Handyradar auf listverse.com"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/12/handyradar_listverse.thumbnail.jpg" alt="Handyradar auf listverse.com" align="left" /></a></p>
<p>Hier auf listverse.com &#8211; ausgerechnet beim Thema <a href="http://listverse.com/miscellaneous/top-10-worst-logos/" title="thelistuniverse: Top 10 Worst Logos (engl.)">&#8222;Die 10 schlimmsten Logos&#8220;</a>.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/12/handyradar_postplanet.jpg" class="floatbox" rev="group:342" title="Handyradar auf postpla.net"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/12/handyradar_postplanet.thumbnail.jpg" alt="Handyradar auf postpla.net" align="right" /></a></p>
<p>Und, um das noch zu schlagen, hier in einem Forum zum Thema &#8222;Recht&#8220; auf postpla.net. Gleich zweimal. Ausgerechnet <a href="http://www.postpla.net/namen-gesetzes/handy-radar.34555.html" title="postpla.net: 'b&#246;sartige Abzocke'">bei einem Posting</a>, das sich nicht allzu freundlich &#252;ber genau diese &#8222;Abzocke&#8220; ausl&#228;sst :-)</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>ha|ns</p>
<div style="clear: both; margin-top: 2em; color: #777;">_________</div><div style="font-family: Arial, Helvetica, Sans-Serif; font-size: 0.9em; line-height: 1.5em; color: #777"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_342" class="footnote">Gratis ist nat&#252;rlich nur das Logo, nicht das SMS-Abo, das im Kleingedruckten mitverkauft wird</li><li id="footnote_1_342" class="footnote">&#8230;der seine f&#252;nf Sinne beisammen hat</li></ol></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>C.S.I. Austria: Wir werdn kan Richter brauchn</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2007/12/05/csi-austria-wir-werdn-kan-richter-brauchn/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 21:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Technisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der erfolgreichen Initiative &#8222;bequemer Regieren&#8220;1) nun die Entlastungsoffensive f&#252;r &#214;sterreichs Richter: F&#252;r Asylanten gibt&#8217;s nur mehr den Schnellrichter, pardon &#8222;Asylgerichtshof&#8220;. Und mit l&#228;stigen &#220;berwachungsanfragen will man unsere Justiz nun auch nicht mehr gr&#246;ber belasten. Vorbildlich. C.S.I. hat heuer einen Big Brother Award abgestaubt. F&#252;r fortgesetzte Verletzung der B&#252;rgerrechte als Unterhaltungsprogramm. Und die daraus resultierende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach der erfolgreichen Initiative &#8222;bequemer Regieren&#8220;<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/12/05/csi-austria-wir-werdn-kan-richter-brauchn/#footnote_0_327" id="identifier_0_327" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wir erinnern uns, ohne nennenswerte Diskussion wurde die Legislaturperiode auf f&amp;#252;nf Jahre verl&amp;#228;ngert. Nur Armin Wolf hat sich ein bisschen gewundert. Und vielleicht noch ein zwei andere.">1</a>)</sup> nun die Entlastungsoffensive f&#252;r &#214;sterreichs Richter: F&#252;r Asylanten gibt&#8217;s nur mehr den Schnellrichter, pardon &#8222;Asylgerichtshof&#8220;. Und mit l&#228;stigen &#220;berwachungsanfragen will man unsere Justiz nun auch nicht mehr gr&#246;ber belasten. Vorbildlich.</strong></p>
<p><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/12/csi_thumb.jpg" title="C.S.I." alt="C.S.I." align="left" /></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CSI_%E2%80%93_Den_T%C3%A4tern_auf_der_Spur" title="Wikipedia: C.S.I.">C.S.I.</a> hat heuer einen <a href="http://www.bigbrotherawards.at/">Big Brother Award</a> abgestaubt. F&#252;r fortgesetzte Verletzung der B&#252;rgerrechte als Unterhaltungsprogramm. Und die daraus resultierende Desensibilisierung der Zuseher f&#252;r B&#252;rgerrechtsfragen.</p>
<p style="clear: both">Was die Jury leider verkannte: <a href="http://ja.wikipedia.org/wiki/%E4%B8%89%E7%8C%BF" title="The Three Wise Monkeys">&#214;sterreichs Bev&#246;lkerung</a> kann man f&#252;r B&#252;rgerrechtsfragen gar nicht desensibilisieren.</p>
<p style="clear: both">Nur so ist erkl&#228;rbar, dass morgen <a href="/2007/10/21/vaporware-ohne-jeden-wert-was-vom-trojaner-am-ende-bleibt/" title="Der Trojaner - Vaporware ohne jeden Wert?">schon wieder</a> ohne jede &#246;ffentliche Diskussion ein Gesetz beschlossen werden kann, von dem ein <a href="http://www.dataloo.de/stasi-20-525.html" title="Stasi 2.0">Sch&#228;uble </a>in Deutschland nur feucht tr&#228;umen darf:</p>
<blockquote><p>Die Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes kommt am Donnerstag im Parlament zur Abstimmung. Sie erlaubt der Polizei den Zugriff auf Standortdaten ohne Richtervorbehalt &#8211; eine Entwicklung, die das SP&#214;-Justizministerium eigentlich eind&#228;mmen wollte.</p>
<p align="right"><a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/240514/" class="more-link2">http://futurezone.orf.at/it/stories/240514/ »</a></p>
<p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p><a title="imsi-catcher" name="imsi-catcher"></a></p>
<h3>IMSI-Catcher &#8211; dein ganz privater Handysender</h3>
<p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/12/imsi_catcher.gif" class="floatbox" rev="group:327" title="IMSI Catcher (Bildzitat: Der Spiegel 33/2001, http://hp.kairaven.de/miniwahr/imsi.html)"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/12/imsi_catcher.thumbnail.gif" alt="IMSI Catcher (Bildzitat: Der Spiegel 33/2001, http://hp.kairaven.de/miniwahr/imsi.html)" align="right" /></a></p>
<p>Auch recht spannend: Der Zusammenhang, der dort zum sogenannten <a href="http://hp.kairaven.de/miniwahr/imsi.html" title="IMSI-Catcher - sehr gute Beschreibung">IMSI-Catcher</a> hergestellt wird. Das ist, verk&#252;rzt gesagt, eine mobile Abh&#246;ranlage, die einen GSM-Sender simuliert und daf&#252;r sorgt, dass sich alle Handys in der Umgebung dort einbuchen. Unbemerkt von Netzbetreiber und Kunden. Aber bl&#246;derweise mit kleineren <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26459/1.html" title="Annalist - ein Opfer staatlicher &#220;berwachung, schildert seinen Alltag">Nebenwirkungen</a><sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/12/05/csi-austria-wir-werdn-kan-richter-brauchn/#footnote_1_327" id="identifier_1_327" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So k&amp;#246;nnen alle diese Handys in der Zeit nicht angerufen werden. Es sei denn, man benutzt ein UMTS-Handy, wo der Catcher fast machtlos ist. Das liegt vor allem daran, dass sich bei UMTS nicht nur das Handy beim Netz, sondern auch das Netz beim Handy authentifizieren muss. (Hallo &amp;#8222;3&amp;#8243;, das w&amp;#228;r doch was f&amp;#252;r die Werbung! ;-)">2</a>)</sup>. Derzeit sind mind. drei solche Ger&#228;te bei uns im Einsatz. Inoffizielle Quellen sprechen laut ORF-Futurezone von einem Vielfachen.</p>
<p>Passt nat&#252;rlich perfekt zur Standortermittlung ohne richterliche Kontrolle, weil man so den Abh&#246;rsender schneller am richtigen Ort in Position bringen kann. Offiziell in erster Linie zur genauen Lokalisierung<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/12/05/csi-austria-wir-werdn-kan-richter-brauchn/#footnote_2_327" id="identifier_2_327" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Weil so ein Catcher nebenbei auch peilen kann.">3</a>)</sup> in Not geratener Personen, aber eben auch unter dem h&#246;chst dehnbaren Titel der &#8222;Abwehr gef&#228;hrlicher Angriffe&#8220;:</p>
<blockquote><p> &#8222;Dass ausgerechnet eine Notfallsituation dazu herangezogen wird, um den Einsatz eines IMSI-Catchers auch rechtlich abzusichern, befindet Klaus Steinmaurer, Chef der Rechtsabteilung von T-Mobile &#214;sterreich, f&#252;r paradox. &#8222;Der Catcher ist wie ein schwarzes Loch, das alle Gespr&#228;che aufsaugt&#8220;, sagte Steinmaurer am Montag zu ORF.at. Sollten die Ger&#228;te mit voller Sendeleistung von bis zu 40 Watt gefahren werden, werde der Funkverkehr in den umliegenden Zellen zusammenbrechen, so Steinmaurer weiter, &#8222;das ist im Ernstfall eine ganze Region. Klarerweise sind auch alle Notrufnummern blockiert.&#8220;</p>
<p align="right"><a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/240514/" class="more-link2">http://futurezone.orf.at/it/stories/228925/ </a><a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/240514/" class="more-link2">»</a></p>
<p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>C.S.I. wird sich was einfallen lassen m&#252;ssen. Mit ihren verstaubten Fahndungsmethoden locken die bald niemanden mehr hinterm Ofen hervor. Gleiches gilt leider jetzt schon f&#252;r die ganz realen Methoden. Als heise, bereits im Oktober, &#252;ber dieses von <a href="http://www.peterpilz.at/html/txt/tagekom.php?id=1332&amp;datum=MONTAG%2C+15.+OKTOBER+2007&amp;jahr=2007&amp;monat=10" title="Pilz: Zum ersten Mal versucht der Innenminister, Handys ohne richterliche Genehmigung zu &#252;berwachen">Peter Pilz</a><a href="http://www.peterpilz.at/html/txt/tagekom.php?id=1332&amp;datum=MONTAG%2C+15.+OKTOBER+2007&amp;jahr=2007&amp;monat=10" title="Peter Pilz Tagebuch vom 15.10.2007 - Handy&#252;berwachung ohne Kontrolle"> aufgebrachte</a> Thema <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/97425" title="[heise.de] Gr&#252;ne: &#214;sterreichs Innenminister will Handy&#252;berwachung ohne Kontrolle">berichtete</a>, <a href="http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&amp;msg_id=13706752&amp;forum_id=125607" title="Zum Originalposting">postete</a> ein Leser dort recht treffend:</p>
<blockquote><p><strong>Der Giftpilz, dieser profilierungss&#252;chtige Rabauke&#8230;</strong><br />
&#8230; hat ausnahmsweise mal recht. Was sich da in &#214;sterreich bez&#252;glich &#220;berwachung zusammenbraut, &#252;bersteigt das was Sch&#228;uble in Deutschland vorhat noch um einiges. Man muss allerdings dazu sagen, dass sich der &#246;sterreichische Innenminister offensichtlich sehr von seinem deutschen Kollegen hat inspirieren lassen, da er den Mist den Sch&#228;uble gefordert hat, meist mit einer zeitlichen Verz&#246;gerung von ein bis zwei Wochen auch f&#252;r &#214;sterreich eingefordert hat.</p>
<p>Das Schlimme in &#214;sterreich ist, dass es so gut wie keine &#246;ffentliche Diskussion wie in Deutschland gibt. Warum das so ist wei&#223; der Geier.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>Und tats&#228;chlich, die einzige Wortmeldung, die hier kurz die &#246;ffentliche Wahrnehmungsschwelle &#252;berschritt, stammt vom Positiv-Preistr&#228;ger der diesj&#228;hrigen Big Brother Awards:</p>
<blockquote><p> &#8222;Ich habe manchmal den Eindruck, wir werden &#228;hnlich stark &#252;berwacht wie seinerzeit die DDR-B&#252;rger von der Stasi.&#8220;</p>
<p align="right"> (Karl Korinek, Pr&#228;sident des VfGH)</p>
<p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>Viele hielten diesen Vergleich damals f&#252;r &#252;berzogen. Ich auch. Vielleicht war Korinek aber auch einfach nur seiner Zeit ein bisschen voraus. Ein &#246;sterreichisches Schicksal&#8230;</p>
<p>ha|ns</p>
<div style="clear: both; margin-top: 2em; color: #777;">_________</div><div style="font-family: Arial, Helvetica, Sans-Serif; font-size: 0.9em; line-height: 1.5em; color: #777"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_327" class="footnote">Wir erinnern uns, ohne nennenswerte Diskussion wurde die Legislaturperiode auf f&#252;nf Jahre verl&#228;ngert. Nur Armin Wolf hat sich <a href="http://zib.orf.at/zib2/wolf/stories/197730/" title="Armin Wolf im ZIB-Blog zur Verl&#228;ngerung der Legislaturperiode">ein bisschen gewundert</a>. Und vielleicht noch ein zwei andere.</li><li id="footnote_1_327" class="footnote">So k&#246;nnen alle diese Handys in der Zeit nicht angerufen werden. Es sei denn, man benutzt ein UMTS-Handy, wo der Catcher <a href="http://www.guymon.de/wordpress/2007/08/15/die-faz-erklaert-imsi-catcher/" title="UMTS st&#246;ren, um GSM zu catchen">fast</a> machtlos ist. Das liegt vor allem daran, dass sich bei UMTS nicht nur das Handy beim Netz, sondern auch das Netz beim Handy authentifizieren muss. (Hallo &#8222;3&#8243;, das w&#228;r doch was f&#252;r die Werbung! ;-)</li><li id="footnote_2_327" class="footnote">Weil so ein Catcher nebenbei auch peilen kann.</li></ol></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Vaporware, ohne jeden Wert?</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 19:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Technisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mich kennt, wird sich jetzt vielleicht ein bisserl wundern. Aber die Aufregung &#252;ber den sogenannten Polizeitrojaner l&#228;sst mich ziemlich kalt. &#196;h, welche Aufregung eigentlich? Ist das &#252;berhaupt noch ein Thema? Bin ich damit nicht schon viel zu sp&#228;t dran? W&#228;hrend die &#8222;Onlinedurchsuchung&#8220; in Deutschland seit Monaten von vorne bis hinten durchgekaut wird und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/trojanisches_pferd.thumbnail.jpg" alt="Trojanisches Pferd (Foto: http://www.flickr.com/photos/mount_otz/217834567/)" title="Trojanisches Pferd (Foto: http://www.flickr.com/photos/mount_otz/217834567/)" align="left" /></p>
<p>Wer mich kennt, wird sich jetzt vielleicht ein bisserl wundern. Aber die Aufregung &#252;ber den sogenannten Polizeitrojaner l&#228;sst mich ziemlich kalt. &#196;h, welche Aufregung eigentlich? Ist das &#252;berhaupt noch ein Thema? Bin ich damit nicht schon viel zu sp&#228;t dran? W&#228;hrend die &#8222;Onlinedurchsuchung&#8220; in Deutschland seit Monaten <a href="http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/95584#antiterrorlinks" title="Heise Themen&#252;bersicht zur Onlinedurchsuchung">von vorne bis hinten</a> durchgekaut wird und der &#8222;arme&#8220; Sch&#228;uble gleich <a href="http://www.dataloo.de/stasi-20-525.html" title="Stasi 2.0">mit</a>, zieht bei uns die Karawane schon wieder weiter, und ich hechel hier ein bisserl hinterher wie das arme zur&#252;ckgelassene <a href="http://brols.net/pics/betes/rantanplan.jpg" class="floatbox" rev="group:143" title="Rantanplan" rel="lightbox[pid-143]">Hunderl</a> &#8211; na sei&#8217;s drum&#8230;</p>
<p>Ehrlich, sooo tragisch find ich die Onlinedurchsuchung nicht, rein prinzipiell. Sonst m&#252;sst ich ja auch total gegen Telefon&#252;berwachung und was wei&#223; ich sein. Dass der Staat unter bestimmten, klar definierten und streng kontrollierten Voraussetzungen<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/21/vaporware-ohne-jeden-wert-was-vom-trojaner-am-ende-bleibt/#footnote_0_143" id="identifier_0_143" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nur bei Verdacht schwerer Straftaten und nur mit richterlicher Genehmigung &amp;#8211; andererseits, war die hier nicht auch mal Richterin&amp;#8230;?">1</a>)</sup> ins Allerheiligste eindringen darf, um Schlimmstes abzuwenden, halte ich f&#252;r legitim und liegt auch in meinem eigenen Interesse. Aber das mag jeder f&#252;r sich selbst vielleicht anders beurteilen. Eine recht gute und unaufgeregte Betrachtung findet sich dazu &#252;brigens auf <a href="http://www.internet4jurists.at/news/aktuell90.htm" title="Blaulicht-Trojaner - Big Brother durch die Hintert&#252;r?">internet4jurists.at</a>.</p>
<p>Ein paar Dinge halte ich aber schon f&#252;r bedenkenswert:</p>
<blockquote><p><strong>Die Geschwindigkeit in der das alles durchgewunken wurde.</strong> Witzig, aber sobald&#8217;s um Dinge geht, die unsere Verfassung und unsere Grundrechte ber&#252;hren, geht immer alles ganz einfach und <a href="http://gruntdoc.com/2002/11/bird-strike.html" title="'Speed Kills' (der arme Vogel)">schnell</a>. Wie in diesen Superm&#228;rkten, wo man f&#252;r Kunden mit Bagatelleink&#228;ufen eine eigene Kassa hat, damit die nicht so lang anstehen m&#252;ssen. Bagatelle trifft wohl auch die herrschende Einstellung zur Verfassung recht gut. Jedes neue Abwassergesetz w&#252;rde wahrscheinlich kontroverser diskutiert. Aber das ist halt &#214;sterreich&#8230;</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Die Polizei muss sich mit zwielichtigen Elementen ins Bett legen.</strong> Um einen einigerma&#223;en gesch&#252;tzten <strike>Privat</strike> Terroristen-Rechner zu hacken, braucht&#8217;s einen sogenannten &#8222;Zero-Day-Exploit&#8220;. Eine Sicherheitsl&#252;cke, f&#252;r die noch kein <a href="http://radiokulturhaus.orf.at/inforadio/79171.html" title="Streit um 8 Mio. Grippeschutzmasken">Virenschutz</a> existiert. Diese Dinger muss man f&#252;r gutes Geld (wir reden hier von vier- bis f&#252;nstelligen Betr&#228;gen) in dunklen Kan&#228;len besorgen. Bei Leuten, die eigentlich selbst <a href="http://www.florianklenk.com/2007/10/sag_beim_abschied_leise_danke.php" title="Horngacher und die 'Freunde der Wiener Polizei'">Gegenstand polizeilicher Ermittlungen</a> sein sollten. Aber wenn die Polizei dort mal Kunde ist&#8230;? Okay, das Prinzip haben wir bei Informanten im wesentlichen auch schon. Ein schaler Nachgeschmack bleibt dennoch<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/21/vaporware-ohne-jeden-wert-was-vom-trojaner-am-ende-bleibt/#footnote_1_143" id="identifier_1_143" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch weil &amp;#8222;normale&amp;#8220; Informanten i.d.R. wohl kaum gleich mal zigtausende Euro aus Steuergeldern f&amp;#252;r ihre fragw&amp;#252;rdigen Dienste kassieren.">2</a>)</sup>.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Die &#8222;Virtualisierung&#8220; von Ermittlung und Strafverfolgung.</strong> Die ganzen neuen &#8222;virtuellen&#8220; Fahndungsmethoden erinnern ein bisserl an Bill Gates und seine ber&#252;hmte Vision von der allgegenw&#228;rtigen &#8222;Information at your Fingertips&#8220;. In letzter Konsequenz umgesetzt, ist das nat&#252;rlich der feuchte Traum jedes Innenministers. Einziges Problem: Den wirklich dicken Brummern wird bequem vom Schreibtisch aus nicht beizukommen sein. Sp&#228;testens nicht mehr, wenn das Thema &#246;ffentlich in allen Medien durch ist<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/21/vaporware-ohne-jeden-wert-was-vom-trojaner-am-ende-bleibt/#footnote_2_143" id="identifier_2_143" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Aktuelles Beispiel: Der Kindersch&amp;#228;nder, der ermittelt wurde, indem Spezialisten die Photoshop- -Verfremdung seines Gesichts zur&amp;#252;ckrechnen konnten. So was funktioniert (leider) nur, bis es allgemein bekannt ist. Ab jetzt lassen sich mit diesem Trick wohl bestenfalls noch untreue Ehegatten in Partnerb&amp;#246;rsen erwischen. &amp;#196;hnliches gilt f&amp;#252;r den Trojaner. Jene, deren gesamte Machenschaften und Freiheit von den Daten auf der Festplatte abh&amp;#228;ngen, werden diese sp&amp;#228;testens nach der &amp;#246;ffentlichen Diskussion nat&amp;#252;rlich ganz anders absichern als der biedere Nachbar von nebenan seinen Schmuddelkram. Oder neugierige Teenies ihren Atombombenbauplan.">3</a>)</sup>.</p>
<p>Der <a href="/2007/10/02/rufmord-von-besonderer-qualitaet/" title="Rufmord von besonderer Qualit&#228;t">gute Platter</a> und seine Experten m&#246;gen nun einwenden, diese neuen Werkzeuge seien ja nur eine Erg&#228;nzung zu den etablierten Arbeitsmethoden. Tja, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Faust._Eine_Trag%C3%B6die" title="Goethe - Faust">ich h&#246;r es wohl</a> &#8211; allein, auch Internet und Wikipedia <strike>waren</strike> sind nur eine Erg&#228;nzung zu den etablierten Quellen. Und dennoch muss man mittlerweile jeden Studenten mit einem kr&#228;ftigen Arschtritt in die Bibliothek bef&#246;rdern, damit er &#252;berhaupt noch richtig recherchiert. Vom um sich greifenden <a href="http://oesterreichblog.twoday.net/stories/2652857/" title="'&#214;sterreich' schreibt Papst-Interview ab, mit leichten &#196;nderungen...">&#8222;copy &amp; passt&#8220;</a>-Journalismus in den Medien mal ganz zu schweigen. Die durchaus reale Problematik allzu virtueller Ermittlungsarbeit hat letztlich auch 9/11 recht konkret aufgezeigt: da durften wir erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass die Geheimdienste zwar flei&#223;ig abgeh&#246;rt hatten, aber kaum &#252;ber Muttersprachler verf&#252;gten, um die Daten auch zu &#252;bersetzen und auszuwerten, geschweige denn, um vor Ort &#8222;im Feld&#8220; zu arbeiten.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<h3>Was bleibt nun wirklich unterm Strich?</h3>
<p>Ich mein, die Fachleute wissen, dass dieses Spi<strike>tz</strike>el<strike>werk</strike>zeug nur unter immensem Aufwand erfolgreich eingesetzt werden kann, wenn &#252;berhaupt. Wir d&#252;rfen auch annehmen, dass der Trojaner die schlimmsten Ganoven ziemlich kalt l&#228;sst. Also wozu ist diese <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vaporware">Vaporware</a> dann &#252;berhaupt gut?</p>
<p>Daf&#252;r sollten wir uns anschaun, <em>wen</em> dieser Trojaner <em>nicht</em> kalt l&#228;sst. Was kann er denn wirklich? Ganz konkret&#8230;</p>
<p>Er kann manchen B&#252;rgern, die nach eigener Einsch&#228;tzung allzu gern aus der Reihe tanzen, das Gef&#252;hl geben:</p>
<blockquote><p>&#8222;Wenn du dich nicht <a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/155412/" title="&#220;berwachungskamera schl&#228;gt bei verd&#228;chtigem Verhalten Alarm">unauff&#228;llig und konform</a> verh&#228;ltst, k&#246;nnte deine Festplatte &#8218;versehentlich&#8216; Ziel einer Online-Durchsuchung werden. Wir werden da anhand deiner intimen und privaten Daten zwar vermutlich recht schnell rausfinden, dass du eh unschuldig bist, aber ein bisschen peinlich und unangenehm k&#246;nnte das dann halt schon werden. Drum, sei lieber gleich brav, das erspart uns allen Unannehmlichkeiten.&#8220;</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>Ist es also das, was wirklich im Bauch des Trojaners steckt? Ein virtuelles Damoklesschwert f&#252;r allzu unangepasste aber letztlich harmlose Untertanen? Zugegeben, eine eher gewagte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katachrese">Katachrese</a> und wohl wirklich kaum der Zweck, den man urspr&#252;nglich verfolgte. Aber n&#252;chtern betrachtet ist die <a href="http://www.falco.at/songtexte_38.htm">diffuse Verunsicherung</a> von gewissen Bev&#246;lkerungsteilen vielleicht tats&#228;chlich alles, was am Ende des Tages vom Trojaner &#252;brig bleibt.</p>
<p>ha|ns</p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p><small>PS: verdammt, schon wieder so viel Text &#8211; ich gelobe Besserung, ehrlich! (Oder sollte ich vielleicht einfach die Schriftgr&#246;&#223;e&#8230;? ;-)</small></p>
<div style="clear: both; margin-top: 2em; color: #777;">_________</div><div style="font-family: Arial, Helvetica, Sans-Serif; font-size: 0.9em; line-height: 1.5em; color: #777"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_143" class="footnote">Nur bei Verdacht schwerer Straftaten und nur mit richterlicher Genehmigung &#8211; andererseits, war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Partik-Pabl%C3%A9" title="Helene Partik-Pablé">die</a> hier nicht auch mal Richterin&#8230;?</li><li id="footnote_1_143" class="footnote">Auch weil &#8222;normale&#8220; Informanten i.d.R. wohl kaum gleich mal zigtausende Euro aus Steuergeldern f&#252;r ihre fragw&#252;rdigen Dienste kassieren.</li><li id="footnote_2_143" class="footnote">Aktuelles Beispiel: Der Kindersch&#228;nder, der ermittelt wurde, indem Spezialisten die Photoshop-<span class="zerospace"> -</span>Verfremdung seines Gesichts <a href="http://www.feinmotoriker.de/blog/archives/53-Kinderschaender-Gesicht-dank-BKA-nicht-mehr-anonym.html">zur&#252;ckrechnen</a> konnten. So was funktioniert (leider) nur, bis es allgemein bekannt ist. Ab jetzt lassen sich mit diesem Trick wohl bestenfalls noch untreue Ehegatten in Partnerb&#246;rsen erwischen. &#196;hnliches gilt f&#252;r den Trojaner. Jene, deren gesamte Machenschaften und Freiheit von den Daten auf der Festplatte abh&#228;ngen, werden diese <em>sp&#228;testens</em> nach der &#246;ffentlichen Diskussion nat&#252;rlich ganz anders absichern als der biedere Nachbar von nebenan seinen Schmuddelkram. Oder neugierige Teenies ihren <a href="http://science.howstuffworks.com/nuclear-bomb.htm" title="To build an atomic bomb, you need...">Atombombenbauplan</a>.</li></ol></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Now You Can&#8217;t III.</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2007/10/14/now-you-cant-3-herzlichst-ihr-ping-pong-serviceteam/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2007 06:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Technisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Update 24.6.2008: Now You Can! Hutchison bietet seit 1.4.2008 eine abgespeckte Version von Planet3 auch f&#252;r &#8222;Fremdhandys&#8220; an. Endlich. Danke! » Teil 1: Neue Liebe &#8211; neues Gl&#252;ck? » Teil 2: &#8222;Hacking&#8220; Planet 3 » Teil 3: &#8222;Herzlichst, Ihr Ping-Pong-serviceTeam!&#8220; &#160; Wie schon vorgestern in Teil 1 erw&#228;hnt, kommt jetzt wieder die Zeit, wo ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small style="color: black"><strong>Update 24.6.2008:</strong> Now You Can! Hutchison bietet <a href="http://www.umtslink.at/3g-forum/showthread.php?t=45104" title="umtslink.at-Forum: Planet3 f&#252;r Mobiles die nicht im 3 Portfolio sind">seit 1.4.2008</a> eine abgespeckte Version von Planet3 auch f&#252;r &#8222;Fremdhandys&#8220; an. Endlich. Danke!</small></p>
<p style="padding: 2px 4px; background-color: #f1f7fb"><span style="color: #f1f7fb">»</span> Teil 1: <a href="/2007/10/12/now-you-cant-neue-liebe-neues-glueck/" class="more-link2" title="Teil 1: Neue Liebe - neues Gl&#252;ck?">Neue Liebe &#8211; neues Gl&#252;ck?</a><br />
<span style="color: #f1f7fb">»</span> Teil 2: <a href="/2007/10/13/now-you-cant-2-hacking-planet-3" class="more-link2" title="Teil 2: 'Hacking' Planet 3">&#8222;Hacking&#8220; Planet 3</a><br />
» <strong>Teil 3: <a href="/2007/10/14/now-you-cant-3-herzlichst-ihr-ping-pong-serviceteam" class="more-link2" title="Teil 3: Herzlichst, Ihr Ping-Pong-serviceTeam">&#8222;Herzlichst, Ihr Ping-Pong-<span style="font-size: 0.7em">service</span>Team!&#8220;</a></strong></p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p><strong>Wie schon vorgestern in <a href="/2007/10/12/now-you-cant-neue-liebe-neues-glueck/" title="Teil 1: Neue Liebe - neues Gl&#252;ck?">Teil 1</a> erw&#228;hnt, kommt jetzt wieder die Zeit, wo ich die Dienste, die 3 mir vorenth&#228;lt, &#246;fter nutzen m&#246;chte. Nur ich kann nicht. Und das wurmt mich doch nach wie vor<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/14/now-you-cant-3-herzlichst-ihr-ping-pong-serviceteam/#footnote_0_180" id="identifier_0_180" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der hier dokumentierte Mailverkehr erfolgte bereits im J&amp;#228;nner dieses Jahres, aber ich f&amp;#252;rchte, er ist ohnehin ein zeitloser &amp;#8222;Klassiker&amp;#8220;&amp;#8230;">1</a>)</sup>. Schlie&#223;lich zahl ich daf&#252;r. Und es gibt meiner Meinung keinen technischen und auch keinen juristisch haltbaren Grund, warum Hutichson 3G hier seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. </strong></p>
<p>Zur Klarstellung: Services, die mein Handy aus technischen Gr&#252;nden nicht nutzen kann, d&#252;rfen sie mir gern vorenthalten. Aber den ganzen &#8211; monatlich bezahlten &#8211; Planet 3 zu sperren, mit Diensten wie News, Guthaben&#252;bersicht, etc., die sogar im grindigen Minuet-Browser <a href="/2007/10/13/now-you-cant-2-hacking-planet-3" title="Teil 2: 'Hacking' Planet 3">funktionieren</a>, erachte ich pers&#246;nlich als Vertragsverletzung, die meiner Meinung nach selbst von den 3-AGB so nicht gedeckt wird. Sonst k&#246;nnten sie mit dieser Logik auch MMS oder Videotelefonie sperren, nur weil ein Handymodell und seine Software leicht abweichen.</p>
<p>Falls es einen Grund f&#252;r die Totalsperre von Planet 3 gibt, haben sie ihn mir bis heute nicht genannt. Das einzige was ich auf meine Anfragen hin bekommen habe, war eine Neuauflage des altbekannten Turing-Tests<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/14/now-you-cant-3-herzlichst-ihr-ping-pong-serviceteam/#footnote_1_180" id="identifier_1_180" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Eine k&amp;#252;nstliche Intelligenz (KI) besteht diesen Test, wenn eine &amp;#252;berwiegende Zahl von Menschen &amp;#252;ber l&amp;#228;ngere Zeit nicht unterscheiden kann, ob sie mit einem Computer kommuniziert oder einem Artgenossen. (Ist noch keiner KI gelungen.)">2</a>)</sup> und die Erkenntnis: es wird in der Tat immer schwieriger, Menschen von Computern zu unterscheiden, aber nicht unbedingt, weil die Computer immer intelligenter werden&#8230;</p>
<p><strong>Im Sinne ausgewogener &#8222;Berichterstattung&#8220; lassen wir nun aber auch mal die andere Seite zu Wort kommen:</strong></p>
<h3>#1 &#8211; Ping</h3>
<blockquote style="font-size: 0.9em; font-family: 'courier new',courier; line-height: 1.2em; text-align: left"><p><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/ping-1.gif" alt="Ping!" align="right" /></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>ich ersuche Sie, das Nokia N93 f&#252;r die 3Zone [Planet 3; Anm.] freizuschalten. Ich verstehe nat&#252;rlich, dass Sie nicht jedem x-beliebigen Endger&#228;t Zugriff auf Ihr mobiles Portal gew&#228;hren wollen, da der zus&#228;tzliche Supportaufwand vermutlich erheblich w&#228;re. In diesem speziellen Fall liegt die Sache aber etwas anders:</p>
<p>Das N93 ist abgesehen von einigen zus&#228;tzlichen Features (wie z.B. Kamera mit opt. Zoom) meines Wissens technisch baugleich mit dem Nokia N73. Mithin sollte eine aufw&#228;ndige Anpassung der 3Zone-Inhalte nicht mehr erforderlich sein. In der Tabelle unten finden Sie dazu eine <a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/vergleich_nokia_n93-n73.pdf" title="PDF: Nokia N73 vs. N93 – Vergleich ausgew&#228;hlter Funktionen">Gegen&#252;berstellung</a>, in der ich einige der wesentlichsten Gemeinsamkeiten dieser beiden Ger&#228;te herausgegriffen habe.</p>
<p>Das N73 befindet sich bereits in Ihrem Produktportfolio und hat somit auch Zugriff auf die 3Zone. Da N73 und N93 meines Wissens in allen f&#252;r die 3Zone relevanten Bereichen technisch die selben Voraussetzungen erf&#252;llen, m&#252;sste im g&#252;nstigsten Falle nur veranlasst werden, dass Ger&#228;te, die sich &#252;ber diesen Useragent-String bei Ihnen identifizieren</p>
<p style="text-align: left; font-family: 'courier new',courier" align="left"><em><strong>NokiaN93-1/11.0.034 SymbianOS/9.1 Series60/3.0 Profile/MIDP-2.0 Configuration/CLDC-1.1</strong></em></p>
<p>auf die f&#252;rs N73 angepassten Portalseiten zugreifen d&#252;rfen.</p>
<p>Als IT-ler ist mir ist aus eigener leidvoller Erfahrung klar, dass Au&#223;enstehende allzu gerne den technischen Aufwand scheinbar einfacher, „kleiner&#8220; &#196;nderungen massiv untersch&#228;tzen. Eine simple Erg&#228;nzung im Browser-Check oder in einer allf&#228;lligen  Redirect-Tabelle sollte hier aber im Idealfall tats&#228;chlich das ganze Wunder vollbringen k&#246;nnen.</p>
<p>Ich ersuche Sie, diese E-Mail an die entscheidungsbefugten Stellen weiterzuleiten und mein Anliegen durch Ihre technischen Experten pr&#252;fen zu lassen.</p>
<p>Mit bestem Dank im Voraus und sch&#246;nen Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Hans [&#8230;]<br />
(Kd.-Nr.: [&#8230;])</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<h3 style="color: #ee7f00">#2 &#8211; Pong</h3>
<blockquote style="font-size: 0.9em; font-family: 'courier new',courier; line-height: 1.2em; text-align: left; border-left-color: #ee7f00; background-color: #eed9c0"><p><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/pong-1.thumbnail.gif" alt="Pong!" align="right" /></p>
<p>Sehr geehrter Herr [&#8230;],</p>
<p>vielen lieben Dank f&#252;r Ihre Anfrage.</p>
<p>Nachfolgend erhalten Sie gerne unsere allgemeinen Verbindungseinstellungen:</p>
<p>MMS-Server: [&#8230;]<br />
HTTP-Proxy: [&#8230;]<br />
URL Planet3: [&#8230;]<br />
APN: [&#8230;]<br />
SMS-Center: [&#8230;]</p>
<p>E-Mail Einstellungen:<br />
· Postausgangsserver: [&#8230;]<br />
· Posteingangsserver: [&#8230;]<br />
· Port Posteingang: [&#8230;]<br />
· Port Postausgang: [&#8230;]</p>
<p>Wenn Sie kein Handy von 3 haben, k&#246;nnen wir nicht garantieren, das Ihnen alle Services zur Verf&#252;gung stehen, weil unsere Handys eine spezielle 3Software haben.</p>
<p>F&#252;r weitere Fragen stehen wir Ihnen unter der kostenlosen Rufnummer [&#8230;] gerne zur Verf&#252;gung.</p>
<p>Mit besten Gr&#252;&#223;en<br />
Ihr 3ServiceTeam</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<h3>#3 &#8211; Ping</h3>
<blockquote style="font-size: 0.9em; font-family: 'courier new',courier; line-height: 1.2em; text-align: left"><p><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/ping-2.thumbnail.gif" alt="Ping!" align="right" /></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>vielen Dank f&#252;r Ihre rasche Antwort. Leider kann ich mit den von Ihnen angegebenen Zugangsdaten nach wie vor nicht auf Planet3 zugreifen. Obwohl das Nokia N93, wie in meiner ersten Mail dargelegt, in den relevanten Bereichen technisch baugleich zum von Ihnen angebotenen N73 ist.</p>
<p>Sie schreiben, einige Services st&#252;nden mir mit dem N93 ev. nicht zur Verf&#252;gung, weil &#252;ber 3 vertriebene Ger&#228;te &#252;ber eine spezielle Software verf&#252;gten. Demnach m&#252;sste ich aber zumindest auf jene Services zugreifen k&#246;nnen, die auch einem &#8222;freien&#8220; N73 (also ohne die &#8222;spezielle 3-Software&#8220;) offen stehen.</p>
<p>Ihre technischen Experten werden Ihnen nach R&#252;ckfrage gerne best&#228;tigen, dass das N93 nur deshalb nicht auf Planet3 zugreifen kann, weil der Zugriff von Ihrer Seite alleine auf Basis der Modellbezeichnung blockiert wird, und nicht, weil dem Handy im Vergleich zu einem freien N73 irgendeine technische Voraussetzung fehlen w&#252;rde.</p>
<p>Ich ersuche Sie nochmals, mein Anliegen an die entscheidungsbefugten Stellen zu eskalieren und die ausschlie&#223;lich auf einer abweichenden Modellbezeichnung basierende Planet3-Zugangsblockierung f&#252;r das N93 aufzuheben, da dieses Handy von der Displayaufl&#246;sung &#252;ber die Betriebssystemversion bis hin zu allen unterst&#252;tzten Protokollen, und Multimediaformaten die absolut gleichen technischen Voraussetzungen erf&#252;llt wie ein N73.</p>
<p>Besten Dank und sch&#246;ne Gr&#252;&#223;e</p>
<p>Hans [&#8230;]</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<h3 style="color: #ee7f00">#4 &#8211; Pong</h3>
<blockquote style="font-size: 0.9em; font-family: 'courier new',courier; line-height: 1.2em; text-align: left; border-left-color: #ee7f00; background-color: #eed9c0"><p><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/pong-2.thumbnail.gif" alt="Pong!" align="right" /></p>
<p>Sehr geehrter Herr [&#8230;],</p>
<p>sollte sich unsere Antwort verz&#246;gert haben, danken wir f&#252;r Ihre Geduld.</p>
<p>Wir m&#246;chten Sie darauf hinweisen, dass Sie mit der USIM-Karte von 3 nicht die f&#252;r 3 speziell zugeschnittene Benutzeroberfl&#228;che und Features wie Planet 3 nutzen k&#246;nnen, da Ihr freies Handy eine andere Software besitzt und auch keine 3Software darauf gespielt werden kann, da wir dieses Handy nicht in unserem Handy-Portfolio haben und es somit auch keine Software f&#252;r diesen Handytyp gibt.</p>
<p>Gerne k&#246;nnen Sie einen 3Store aufsuchen und alle n&#246;tigen Einstellung, sofern m&#246;glich, an dem Handy von unseren Kollegen setzen lassen. Wir garantieren jedoch keine Funktion unserer Dienste und Services.</p>
<p>Auf unserem Portal unter [&#8230;] finden Sie den 3Store in Ihrer N&#228;he.</p>
<p>Wir hoffen Ihnen damit weitergeholfen zu haben und verbleiben</p>
<p>mit besten Gr&#252;&#223;en</p>
<p>Ihr 3ServiceTeam</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<h3>#5 &#8211; Ping</h3>
<blockquote style="font-size: 0.9em; font-family: 'courier new',courier; line-height: 1.2em; text-align: left"><p><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/ping-3.thumbnail.gif" alt="Ping!" align="right" /></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Ihre Auskunft entspricht nachweislich nicht den Tatsachen. Selbst mit aufgespielter 3Software w&#252;rde das Nokia N93 weiterhin nicht auf Planet3 zugreifen k&#246;nnen, so lange bei Ihnen auf Serverseite das Endger&#228;t alleine wegen seiner Modellbezeichnung &#8222;N93&#8243; abgewiesen wird. Umgekehrt k&#246;nnte bei Aufhebung dieser Blockierung und Einrichtung eines Redirects auf die N73-Portalseiten das N93 sofort ohne jede Zusatzsoftware auf Planet3 zugreifen und aufgrund weitgehender Baugleichheit dessen Services zumindest in &#228;hnlichem Ausma&#223; nutzen wie derzeit schon viele frei erworbene N73 Ihrer Kunden.</p>
<p>Aufgrund der zweifelhaften Qualit&#228;t Ihrer letzten Auskunft ersuche ich Sie um &#220;bermittlung eines technisch qualifizierten, &#252;bergeordneten Kontakts, der auch mit seinem Namen daf&#252;r einsteht was er schreibt.</p>
<p>Besten Dank</p>
<p>Hans [&#8230;]</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<p>&#8230; offenbar suchen sie noch eine kompetente Ansprechperson, denn seither hab ich nichts mehr von ihnen geh&#246;rt.</p>
<p><strong>Halt, stimmt nicht!</strong></p>
<p>Im Juni hat Hutchison 3G seine <small style="font-size: 0.7em">service</small>-Kompetenz noch mal unter Beweis gestellt. Da haben sie sich telefonisch gemeldet, im Rahmen einer allgemeinen Kunden<strike>un</strike>zufriedenheitsbefragung<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/14/now-you-cant-3-herzlichst-ihr-ping-pong-serviceteam/#footnote_2_180" id="identifier_2_180" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hutchison macht &amp;#252;berhaupt auffallend viele Befragungen und Qualit&amp;#228;tsoffensiven, scheint so ne Art &amp;#8222;wir haben verstanden&amp;#8220;- -Management- -Spleen zu sein. Bei meinem fr&amp;#252;heren Provider ist mir so was nie gro&amp;#223; aufgefallen &amp;#8211; der hat &amp;#252;ber den Service nicht geredet, sondern ihn einfach geboten.">3</a>)</sup>. Der Anrufer dr&#228;ngte mir geradezu auf, den Fall an die Technik weiterzuleiten und sicherte einen R&#252;ckruf binnen zwei Wochen zu &#8211; also bis sp&#228;testens 15. Juni. Ich konnte damals schon seinen Enthusiasmus nicht ganz teilen. Naja, heute ist der 14. Oktober&#8230;</p>
<p>Wahrscheinlich haben sie meine Nummer verlegt.</p>
<p>ha|ns</p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p style="padding: 2px 4px; background-color: #f1f7fb; font-size: 0.9em"><strong>Weiterf&#252;hrende Links </strong>(f&#252;r Zusatzinfos Maus auf Link setzen)<br />
<a href="http://freechoiceofmobile.org/" class="more-link2" title="Gestartet im Juli 2006, wei&#223; nicht, ob die noch betreut wird">» freechoiceofmobile.org: Petition zu dem Thema</a><br />
<a href="http://www.umtslink.net/3g-forum/showthread.php?t=33773" class="more-link2" title="Forumdiskussion zur Petition">» umtslink.at: &#8222;Bitte keine User-Agent-Diskriminierung mehr!&#8220;</a><br />
<a href="http://www.umtslink.net/3g-forum/showthread.php?t=39967&amp;page=3#post561053" class="more-link2" title="Sogar N73 werden anscheinend manchmal blockiert, wenn sie nicht bei 3 gekauft wurden.">» umtslink.at: &#8222;Planet 3, unterst&#252;tzte Handys und die liebe Firmware&#8220;</a><br />
<a href="http://www.drei.at/qualitaethoch3/" class="more-link2" title="Sehr gut versteckt, wirkt aber kompetenter als manch anderer 3-Support">» drei.at: Offizielles 3-Kundensupportforum</a></p>
<div style="clear: both; margin-top: 2em; color: #777;">_________</div><div style="font-family: Arial, Helvetica, Sans-Serif; font-size: 0.9em; line-height: 1.5em; color: #777"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_180" class="footnote">Der hier dokumentierte Mailverkehr erfolgte bereits im J&#228;nner dieses Jahres, aber ich f&#252;rchte, er ist ohnehin ein zeitloser &#8222;Klassiker&#8220;&#8230;</li><li id="footnote_1_180" class="footnote">Eine k&#252;nstliche Intelligenz (KI) besteht diesen Test, wenn eine &#252;berwiegende Zahl von Menschen &#252;ber l&#228;ngere Zeit nicht unterscheiden kann, ob sie mit einem Computer kommuniziert oder einem Artgenossen. (Ist noch keiner KI gelungen.)</li><li id="footnote_2_180" class="footnote">Hutchison macht &#252;berhaupt auffallend viele Befragungen und Qualit&#228;tsoffensiven, scheint so ne Art <a href="http://www.marketing.de/forum/showthread.php?t=9746" title="à la Opel oder Shell">&#8222;wir haben verstanden&#8220;</a>-<span class="zerospace"> -</span>Management-<span class="zerospace"> -</span>Spleen zu sein. Bei meinem fr&#252;heren Provider ist mir so was nie gro&#223; aufgefallen &#8211; der hat &#252;ber den Service nicht geredet, sondern ihn einfach geboten.</li></ol></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Now You Can&#8217;t II.</title>
		<link>http://blog.bassena.org/2007/10/13/now-you-cant-2-hacking-planet-3/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 06:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Technisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Update 24.6.2008: Now You Can! Hutchison bietet seit 1.4.2008 eine abgespeckte Version von Planet3 auch f&#252;r &#8222;Fremdhandys&#8220; an. Endlich. Danke! » Teil 1: Neue Liebe &#8211; neues Gl&#252;ck? » Teil 2: &#8222;Hacking&#8220; Planet 3 » Teil 3: &#8222;Herzlichst, Ihr Ping-Pong-serviceTeam!&#8220; &#160; Gestern, in Teil 1, ging&#8217;s darum, dass 3 &#8222;Fremdhandys&#8220; tlw. aussperrt und den Zugriff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small style="color: black"><strong>Update 24.6.2008:</strong> Now You Can! Hutchison bietet <a href="http://www.umtslink.at/3g-forum/showthread.php?t=45104" title="umtslink.at-Forum: Planet3 f&#252;r Mobiles die nicht im 3 Portfolio sind">seit 1.4.2008</a> eine abgespeckte Version von Planet3 auch f&#252;r &#8222;Fremdhandys&#8220; an. Endlich. Danke!</small></p>
<p style="padding: 2px 4px; background-color: #f1f7fb"><span style="color: #f1f7fb">»</span> Teil 1: <a href="/2007/10/12/now-you-cant-neue-liebe-neues-glueck/" class="more-link2" title="Teil 1: Neue Liebe - neues Gl&#252;ck?">Neue Liebe &#8211; neues Gl&#252;ck?</a><br />
» <strong>Teil 2: <a href="/2007/10/13/now-you-cant-2-hacking-planet-3" class="more-link2" title="Teil 2: 'Hacking' Planet 3">&#8222;Hacking&#8220; Planet 3</a></strong><br />
<span style="color: #f1f7fb">»</span> Teil 3: <a href="/2007/10/14/now-you-cant-3-herzlichst-ihr-ping-pong-serviceteam" class="more-link2" title="Teil 3: Herzlichst, Ihr Ping-Pong-serviceTeam">&#8222;Herzlichst, Ihr Ping-Pong-<span style="font-size: 0.7em">service</span>Team!&#8220;</a></p>
<p align="left">&nbsp;</p>
<p><strong>Gestern, in Teil 1, ging&#8217;s darum, dass 3 &#8222;Fremdhandys&#8220; tlw. aussperrt und den Zugriff auf vertraglich zugesicherte Dienste aktiv verweigert. Sogar, wenn diese Ger&#228;te die notwendigen technischen Voraussetzungen erf&#252;llen d&#252;rften, und sie in allen relevanten Funktionen </strong><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/vergleich_nokia_n93-n73.pdf" title="PDF: Nokia N73 vs. N93 – Vergleich ausgew&#228;hlter Funktionen"><strong>baugleich</strong></a><strong> scheinen, zu Schwestermodellen, die 3 selbst anbietet und unterst&#252;tzt. </strong></p>
<p>Vielleicht hat sich der eine oder andere gefragt: &#8222;Sch&#246;n und gut, aber woher bist du dir so sicher, dass dein Handy nur wegen der Modellbezeichnung von Planet 3 ausgesperrt wird? Vielleicht &#8218;derpackt&#8216; der Browser die Seite ja aus irgendwelchen anderen Gr&#252;nden einfach nicht&#8230;?&#8220;</p>
<p>Was soll ich sagen? Ich hab&#8217;s ausprobiert. Ich hab mein N93 mal &#252;berredet, dem <strike>T&#252;rsteher</strike> Planet-<span class="zerospace"> -</span>3-<span class="zerospace"> -</span>Server eine andere Modellbezeichnung vorzugaukeln &#8211; ihr ahnt es vielleicht, nat&#252;rlich die vom N73&#8230;</p>
<h3>&#8222;Hacking&#8220; Planet 3</h3>
<blockquote><p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_01.png" class="floatbox" rev="group:179" title="Der N93-Handybrowser wird blockiert"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_01.thumbnail.png" alt="Der N93-Handybrowser wird blockiert" align="right" /></a></p>
<p>1. Zuerst mal der Versuch, Planet 3 im Handybrowser zu &#246;ffnen.</p>
<p>Erfolglos, nat&#252;rlich.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_02.png" class="floatbox" rev="group:179" title="Der Minuet-Browser ebenso"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_02.thumbnail.png" alt="Der Minuet-Browser ebenso" align="left" /></a></p>
<p>2. Wir brauchen einen Browser, bei dem wir den User-Agent-String<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/13/now-you-cant-2-hacking-planet-3/#footnote_0_179" id="identifier_0_179" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das ist so eine Art Visitenkarte des verwendeten Browsers. Der Server kann diesen String auswerten und dann z.B. einem PC-Browser andere Inhalte liefern, wie wenn z.B. &amp;#8222;Nokia N73&amp;#8243; in diesem String steht.">1</a>)</sup> &#228;ndern k&#246;nnen. <a href="http://www.triprince.com/">Minuet</a> ist leider ein sehr spartanischer Browser, aber f&#252;rs N93 meines Wissens der einzige, bei dem das geht. Hier erst mal der Versuch mit den Standardeinstellungen. Er wird auch blockiert, klar.</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p>3. Jetzt &#228;ndern wir im User-Agent-String nur die Modellbezeichnung von N93 auf N73<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/13/now-you-cant-2-hacking-planet-3/#footnote_1_179" id="identifier_1_179" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das ist jetzt genau genommen nicht mal ein g&amp;#252;ltiger N73-String, weil es die Firmware-Nr. 20.0.058 in unserem String f&amp;#252;r das N73 gar nicht gibt.">2</a>)</sup></p>
<p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_03.png" class="floatbox" rev="group:179" title="Wir &#228;ndern nun …"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_03.thumbnail.png" alt="Wir &#228;ndern nun …" align="left" /></a></p>
<p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_04.png" class="floatbox" rev="group:179" title="den User-Agent-String…"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_04.thumbnail.png" alt="den User-Agent-String…" align="left" /></a></p>
<p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_05.png" class="floatbox" rev="group:179" title="…im Minuet-Browser"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_05.thumbnail.png" alt="…im Minuet-Browser" align="left" /></a></p>
<p style="clear: both">Und starten Minuet neu&#8230;</p>
<p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_06.png" class="floatbox" rev="group:179" title="Na geht doch!"><img src="http://blog.bassena.org/wp-content/uploads/2007/10/hacking-planet-3_06.thumbnail.png" alt="Na geht doch!" align="right" /></a></p>
<p>4. Et voilà! Pl&#246;tzlich geht, was gerade noch unm&#246;glich schien.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist das keine L&#246;sung auf Dauer. Erstens bin ich Vertragskunde und sehe nicht ein, dass ich mich durch die Hintert&#252;re reinschleichen soll. Und zweitens funktionieren manche<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/13/now-you-cant-2-hacking-planet-3/#footnote_2_179" id="identifier_2_179" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mobile TV, Navigation &amp;#252;ber 3Geo, u.a.">3</a>)</sup> Services halt nur mit dem vollwertigen Handybrowser, nicht aber mit dem sehr einfach gehaltenen Minuet .</p><p style="height:0; clear:both; clear:all">&nbsp;</p></blockquote>
<h3>&#8222;Und wenn der N93-Browser nun doch nicht v&#246;llig baugleich ist, zu jenem im N73?&#8220;</h3>
<p>Ich r&#228;um ja gerne ein, dass nun vielleicht auch der Systembrowser, wenn er nicht blockiert w&#252;rde, das eine oder andere Darstellungsproblem mit Planet 3 haben k&#246;nnte. Hin und wieder kann ja schon beim selben Modell eine neue Version der Handysoftware (Firmware) das Rendering oder die Browserfunktionen beeinflussen. Aber schlimmer als im Minuet wird&#8217;s wohl nicht sein. Bis zum Beweis des Gegenteils darf ich sogar davon ausgehen, dass Planet 3 weitestgehend nutzbar w&#228;re, und das w&#252;rd schon reichen. F&#252;r die Teile, die <em>dann</em> vielleicht nicht gehen, lass ich mich auch gerne auf AGB Pt. 15 aus <a href="/2007/10/12/now-you-cant-neue-liebe-neues-glueck/" title="Teil 1: Neue Liebe - neues Gl&#252;ck?">Teil 1</a> dieser Geschichte verweisen.</p>
<p>Nachdem ich also nun sicher war, dass es wirklich nur an der Modellbezeichnung liegt<sup><a href="http://blog.bassena.org/2007/10/13/now-you-cant-2-hacking-planet-3/#footnote_3_179" id="identifier_3_179" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Technisch einschl&amp;#228;gig bewanderten Lesern war das wohl ohnehin l&amp;#228;ngst klar, und sie werden sich wundern, warum ich mich &amp;#252;berhaupt damit aufhalte. Nun, erstens hilft die Anleitung vielleicht dem einen oder anderen Leidensgenossen, und zweitens wollte ich f&amp;#252;r meine Anfrage ans 3serviceTeam einfach wirklich sicher sein, nur f&amp;#252;r den Fall, dass sie &amp;#8222;Nebelgranaten&amp;#8220; werfen (was sie nat&amp;#252;rlich taten&amp;#8230;)">4</a>)</sup>, hab ich das 3<small style="font-size: 0.7em">service</small>Team kontaktiert und darum gebeten, die Blockade des N93 aufzuheben.</p>
<p>Das ist nun im wahrsten Sinne ein eigenes Kapitel und auch der eigentliche Ausl&#246;ser f&#252;r diese Artikelserie &#8211; ich lass mich halt ungern f&#252;r bl&#246;d verkaufen ;-).</p>
<p>Dazu mehr im <a href="/2007/10/14/now-you-cant-3-herzlichst-ihr-ping-pong-serviceteam" title="Teil 2: 'Herzlichst, Ihr Ping-Pong-serviceTeam!'">3. und letzten Teil</a>, morgen&#8230;</p>
<p>ha|ns</p>
<div style="clear: both; margin-top: 2em; color: #777;">_________</div><div style="font-family: Arial, Helvetica, Sans-Serif; font-size: 0.9em; line-height: 1.5em; color: #777"><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_179" class="footnote">Das ist so eine Art Visitenkarte des verwendeten Browsers. Der Server kann diesen String auswerten und dann z.B. einem PC-Browser andere Inhalte liefern, wie wenn z.B. &#8222;Nokia N73&#8243; in diesem String steht.</li><li id="footnote_1_179" class="footnote">Das ist jetzt genau genommen nicht mal ein g&#252;ltiger N73-String, weil es die Firmware-Nr. 20.0.058 in unserem String f&#252;r das N73 gar nicht gibt.</li><li id="footnote_2_179" class="footnote">Mobile TV, Navigation &#252;ber 3Geo, u.a.</li><li id="footnote_3_179" class="footnote">Technisch einschl&#228;gig bewanderten Lesern war das wohl ohnehin l&#228;ngst klar, und sie werden sich wundern, warum ich mich &#252;berhaupt damit aufhalte. Nun, erstens hilft die Anleitung vielleicht dem einen oder anderen Leidensgenossen, und zweitens wollte ich f&#252;r meine Anfrage ans 3<small style="font-size: 0.7em">service</small>Team einfach wirklich sicher sein, nur f&#252;r den Fall, dass sie &#8222;Nebelgranaten&#8220; werfen (was sie nat&#252;rlich taten&#8230;)</li></ol></div>]]></content:encoded>
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