Archiv für die Kategorie ‘Deppentest’

Österreich-Werbung wirbt für Esoterik-Schwindel

Mittwoch, 6. März 2013

Fangen wir positiv an. So sieht großartige Tourismuswerbung aus:


Vimeo-Video: Inspired by Iceland.

Und nun zu Österreich…

CNN hat gestern unseren internationalen Claim „It’s got to be Austria“ an die Spitze der fragwürdigsten Tourismus-Slogans der Welt gereiht. Halb scherzhaft schlägt der Autor in Anlehnung an „unseren“ Terminator einen besseren Slogan vor: „Austria – You’ll Be Back.“

Das ist ja alles nicht so ernst. Wirklich fragwürdig ist aber, wofür die Österreich-Werbung so Werbung macht. Hier das meistgeklickte Video auf einem ihrer offiziellen Youtube-Kanäle:

Österreich-Werbung - Granderwasser

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[Youtube-Video]

Youtube-Video: Belebtes Wasser aus Österreich

Ja richtig, den Klickrekord hält dort seit ca. vier Jahren ein Propagandafilmchen für „belebtes“ Grander-Wasser. Einen mehrfach gerichtsanhängigen Esoterik-Schwindel, für dessen behauptete Effekte es keinen einzigen wissenschaftlich haltbaren Beleg gibt. Abgesehen vielleicht von den ca. 13 Millionen (!) Euro, die für diesen Humbug jährlich in die Kassen findiger Tiroler fließen.

Die freuen sich folgerichtig auch sehr über diesen Film, über den man auf der Grander-Homepage Erstaunliches erfährt:

Österreich-Werbung - GranderIm Auftrag der Österreich Werbung (www.austria.info) zeigt Jörg Pfeifer in einem Film (4,20 min), was am belebten Wasser aus Jochberg dran ist …

 

„Im Auftrag der Österreich-Werbung“ – die sich zum größten Teil aus Steuergeldern und Pflichtbeiträgen der Wirtschaftskammer finanziert. Ich muss mich korrigieren, irgendwas ist an diesem Wasser doch dran, denn das stinkt gewaltig!

Telekom Austria – Auf dem AGB-Friedhof des Grauens

Mittwoch, 3. Juni 2009

Liebe Tele kom aus Tria, ich gestehe: Ich habe die AGB nicht gelesen, obwohl ich das Hakerl angekreuzt hatte. Aber ich mache mildernde Umstände geltend...

Letztens hab ich online eine kleine Vertragsoption unseres Festnetzanschlusses geändert. Und wie’s so der Brauch ist, geht das natürlich nur, wenn man auch die AGB als gelesen ankreuzt:

telekom_agb_bestaetigung

„Ich bestätige, die AGB Komm samt LB und EB Online-Rechnung Neu, die für dieses Produkt gelten, gelesen zu haben und damit einverstanden zu sein.“

 

Wer nun glaubt, hinter dieser Satzkonstruktion Schlimmes ahnen zu müssen, hat nicht den blassesten Schimmer, was einen hinter diesem AGB-Link der Telekom tatsächlich erwartet:

Willkommen auf der Telekom AGB-Müllhalde

Na, wer findet hier die „AGB Komm samt LB und EB Online-Rechnung Neu“? Satte 397(!) PDF-Dateien hat mein Downloadmanager auf der AGB-Seite gezählt. Irgendwer muss da mächtig viel Spaß gehabt haben. Ob’s Konsumentenschützer auch so witzig fänden, darf allerdings bezweifelt werden…

 

Liebe Telekom, ich hab’s wirklich versucht. Auch war mein Ehrgeiz durchaus geweckt, denn ich mag Rätsel. Und es musste ja eine ganz einfache Lösung geben, denn das konnte ja so nicht euer Ernst sein. Aber ich habe versagt. Schon nach wenigen Minuten habe ich aufgegeben, das Häkchen gesetzt: „gelesen und zugestimmt“.

Doch seither plagen mich Zweifel. Vielleicht ist’s ja wie damals? 2005, als eine Softwarefirma in ihren Lizenzbedingungen einen Passus versteckte, wonach der Erste, der den Text tatsächlich läse, 1.000 Dollar bekäme. (Schlappe vier Monate hat es damals gedauert, bis sich jemand das Geld abholte.)

397 AGBs, „LBs“ und „EBs“ – vielleicht ist das nur der nächste Level? Es käme auf einen Versuch an. Und schlimmstenfalls am Ende die Erkenntnis: Ihr habt nur Nieten…

Aggressives Betteln ist in Wien verboten, dachte ich

Samstag, 11. April 2009

Da hab ich mich schon gewundert, als ich gestern vom Turek Modeshop so runter auf das Treiben in der Mariahilfer Straße blickte. Naja, „Treibjagd“ hätt’s wohl besser getroffen, was die Spendenkeiler einer bekannten Non-Profit-Organisation da auf ihrer Provisionsjagd aufgeführt haben:

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[Youtube-Video]

Youtube-Video: Spendenkeiler auf Provisionsjagd in der Wiener Mariahilfer Straße

Dafür hab ich übrigens gar nicht lange filmen müssen. Das alles hat sich gestern zwischen 16:35 und 16:38 Uhr abgespielt – innerhalb von knapp vier Minuten also.

Ich versteh’s echt nicht: wie passen solche Methoden ausgerechnet zu jenen, die sonst immer so schnell sind, mit dem moralischen Zeigefinger…?

Endlich! Mein Handy strahlt nicht mehr!

Donnerstag, 12. Februar 2009

Aus meiner beliebten Deppentest-Reihe…

Was seh ich denn da, in der Auslage der Trafik meines geringsten Vertrauens?

Was seh ich denn da, in der Auslage der Trafik meines geringsten Vertrauens?

Das schauen wir uns doch mal genauer an…

Endlich! Mein Handy STRAHLT NICHT MEHR!!!

Schützen auch Sie sich vor gefährlicher Handy-Strahlung und Elektro-Smog!

 

Das schauen wir uns doch mal genauer an…

Der erste Chip, den ich kenne, der sich nach einem Jahr selbst zerstört. Hat was von Mission Impossible…

Mit dem chip energy life haben Sie um nur € 7,– 1 Jahr lang einen Schutz vor Handy-Strahlen.

 

Der erste Chip, den ich kenne, der sich nach einem Jahr selbst zerstört. Hat was von Mission Impossible…

Fernbedienungen, die unterschätzte Strahlengefahr in jedem Haushalt. Schützen Sie sich jetzt, für nur 7 EUR pro Jahr!

Geeignet für:

  • Handy
  • Schnurlostelefon
  • Babyphon
  • Navigationsgerät
  • Computer
  • Laptop
  • Bildschirm
  • TV-Gerät
  • SAT-Schüssel
  • Radio
  • FAX
  • Kopierer
  • Fernbedienung
  • Mikrowelle

 

Fernbedienungen, die unterschätzte Strahlengefahr in jedem Haushalt. Schützen Sie sich jetzt, für nur 7 EUR pro Jahr!

Ach was, doppelt hält besser:

Ach was, doppelt hält besser: machen wir 14 EUR!

So wird der Energy life Chip am Handy angebracht:

WICHTIG Pro Handy 2 Chip! [sic!]

1. Chip: Innenseite des Akkus
2. Chip: Rückseite des Handys

 

Und wie … äh … „funktioniert“ das Ganze?

Und so … äh … ‚funktioniert‘ das Ganze

Natürliche Schwingungsinformationen werden mittels Informations-Bio-Laser (IBL) auf den Chip gespeichert (vergleichbar mit CD-Brenner). Dies bewirkt, dass die schädliche Handy-Strahlung repolarisiert wird (von negativ auf positiv). Jetzt kann die Energie wieder normal fließen.

 

Ah ja.

„Österreich“ – Ihre Vignette für 3 Euro!

Montag, 12. November 2007

Fast könnte ich aus „Deppentest“ eine Serie machen.
Diesmal von „Österreich“, für Österreich:

„Österreich“-Vignette

Preisfrage: Wenn ich das Angebot im rechten Bild nur wegen der Vignette1) in Anspruch nehme, was kostet mich Österreichs beliebtester Autoaufkleber dann wirklich?

a) 3 EUR
b) 36 EUR
c) 142,80 EUR
d) 178,80 EUR

 

Ne, ihr kommt nicht drauf. Auch mit Taschenrechner nicht. Gar keine Chance…

Auflösung:

„Österreich“-Vignette

Natürlich e) 181,90!

 

Wieviel kostet die Vignette noch mal ohne das ganze Altpapier? 73,80 Euro. Und für die Preisdifferenz von 108,10 EUR gibt’s sogar schon ne richtige Zeitung im Abo.

ha|ns

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  1. den großen Buchstaben nach geht’s ja auch nur um die Vignette [↑]