Telekom Austria – Auf dem AGB-Friedhof des Grauens

Liebe Tele kom aus Tria, ich gestehe: Ich habe die AGB nicht gelesen, obwohl ich das Hakerl angekreuzt hatte. Aber ich mache mildernde Umstände geltend...

Letztens hab ich online eine kleine Vertragsoption unseres Festnetzanschlusses geändert. Und wie’s so der Brauch ist, geht das natürlich nur, wenn man auch die AGB als gelesen ankreuzt:

telekom_agb_bestaetigung

„Ich bestätige, die AGB Komm samt LB und EB Online-Rechnung Neu, die für dieses Produkt gelten, gelesen zu haben und damit einverstanden zu sein.“

 

Wer nun glaubt, hinter dieser Satzkonstruktion Schlimmes ahnen zu müssen, hat nicht den blassesten Schimmer, was einen hinter diesem AGB-Link der Telekom tatsächlich erwartet:

Willkommen auf der Telekom AGB-Müllhalde

Na, wer findet hier die „AGB Komm samt LB und EB Online-Rechnung Neu“? Satte 397(!) PDF-Dateien hat mein Downloadmanager auf der AGB-Seite gezählt. Irgendwer muss da mächtig viel Spaß gehabt haben. Ob’s Konsumentenschützer auch so witzig fänden, darf allerdings bezweifelt werden…

 

Liebe Telekom, ich hab’s wirklich versucht. Auch war mein Ehrgeiz durchaus geweckt, denn ich mag Rätsel. Und es musste ja eine ganz einfache Lösung geben, denn das konnte ja so nicht euer Ernst sein. Aber ich habe versagt. Schon nach wenigen Minuten habe ich aufgegeben, das Häkchen gesetzt: „gelesen und zugestimmt“.

Doch seither plagen mich Zweifel. Vielleicht ist’s ja wie damals? 2005, als eine Softwarefirma in ihren Lizenzbedingungen einen Passus versteckte, wonach der Erste, der den Text tatsächlich läse, 1.000 Dollar bekäme. (Schlappe vier Monate hat es damals gedauert, bis sich jemand das Geld abholte.)

397 AGBs, „LBs“ und „EBs“ – vielleicht ist das nur der nächste Level? Es käme auf einen Versuch an. Und schlimmstenfalls am Ende die Erkenntnis: Ihr habt nur Nieten…



1 Kommentar

  1. 1
    Lisa says:

    😀 Fast 400 Seiten?! Wie krass!

Eine Antwort hinterlassen