Lüge des Tages – 13.10.2008
Kennt ihr das auch: Ich höre eine Person des öffentlichen Lebens reden – gut, sagen wir gleich Politiker – und denke: „Das war jetzt aber nicht ganz die Wahrheit. Knapp dran bestimmt, aber eben doch irgendwie fühlbar daneben.“ Und das Erstaunliche, meist kratzt es mich gar nicht mehr. Es scheint, wo wir die Wahrheit nicht erwarten, stehen wir der Lüge mit erstaunlicher Gelassenheit gegenüber.
Nun, manchmal kratzt es doch. Zumindest ein bisschen, wenn ich das Gefühl habe, dass mir gerade besonders dumm, dreist oder allzu offensichtlich die Wahrheit vorenthalten wird. Und dafür gibt es hier ab nun die „Lüge des Tages“.
Nun, es wird sie hier nicht jeden Tag geben – hoffentlich. Sie ist auch nicht im Sinne der Aufdeckung oder Anprangerung einer bewiesenen Unwahrheit gedacht. Das wäre in den meisten Fällen gar nicht möglich. Bestehen doch die „besten“ Lügen zum größten Teil aus Wahrheit und werden nur durch Weglassen oder Ändern „unwesentlicher“ Details ein bisschen weniger wahr.
Nein, die „Lüge des Tages“ ist einfach nur eine persönliche Notiz. Wenn ich mich wieder mal allzu plump für dumm verkauft fühle, dann werde ich das künftig hier vermerken. Als Ausdruck meiner persönlichen Meinung und ohne Anspruch auf objektive Wahrhaftigkeit. Ach ja, und es müssen natürlich nicht immer nur Politiker zum Handkuss kommen hier.
Doch genug der Worte. Hier die erste Eintrag. Sozusagen die Inspiration für diese Rubrik:
Lüge des Tages – 13.10.2008
„Finanzkrise macht rasche Regierungsverhandlungen notwendig.“
– Josef Pröll, ÖVP (via OTS)
Nicht dass diese Ansage nicht meine vollste Zustimmung fände, aber letzten Mittwoch hörte sich das noch ganz anders an. Und die Finanzkrise gab es da auch schon, glaube ich…





Am 14. Oktober 2008 um 07:34 Uhr
Das halte ich für eine ausgezeichnete Idee. Darf ich diese, so sich eine Gelegenheit ergibt mal bei mir aufgreifen (natürlich mit Verweis auf den Initiator) – vielleicht entsteht ja sogar eine kleine Blogger Initiative daraus. Mir ist es übrigens gestern ganz genauso gegangen mit dieser Aussage. Und nein, es hat auch ganz und gar und überhaupt nichts mit dem Wechsel an der Spitze des BZÖ zu tun.
Am 14. Oktober 2008 um 08:17 Uhr
diesen schwenk prölls fand ich direkt niedlich. da wurde aus dem taktierenden ein getriebener, nach dem motto: wer jetzt nicht handelt, den überrollt die geschichte ;)))
Am 14. Oktober 2008 um 10:38 Uhr
@ maschi: klar darfst :-)