Und einen kleinen Pimmel hatte er außerdem!

Winter: Da hat's was in den Genen, bei den Negern

So schön hatte sie es sich vorgestellt. Brennende rot-weiß-rote Fahnen in den Straßen Teherans. Ein wütender Mob vor unseren Botschaften. News-Coverage auf Al-Dschasira -> CNN -> der ganzen Welt. Und das nur, weil sie – Susanne Winter – es gewagt hatte, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung auszuüben. Vom unbekannten Provinzblondchen zur Jeanne d‘Arc der Meinungsfreiheit.

Bislang hat leider nur die erste Stufe gezündet. Und das ist blöd. Denn nur hinhauen, ohne dass die anderen noch heftiger zurückschlagen, und ihr „wahres Gesicht“ zeigen, passt nicht ins Konzept. Ohne mindestens so grausliche Gegenreaktion stünde nur Frau Winter als primitive Hetzerin da und nichts würde von ihrer Schäbigkeit ablenken. Aber entweder ist selbst den radikalsten Islamisten Frau Winter zu blond. Oder es dauert noch ein bisserl, bis die Fahnen genäht sind.

Fraglich, ob’s der Frau Doktor wirklich nützt. Klar, wenn’s zu ruhig ist im Land, und die Leute keine Angst haben, hat die FPÖ nix zu gewinnen. Das ist wie bei einem Pharmakonzern, der das perfekte Mittel gegen eine Krankheit erfunden hat, die (noch) keiner hat. Da muss man zur Not schon mal selber den Virus aktivieren…

Aber extra das Auge des Sauron, pardon, des radikalen Islam auf Österreich zu richten, in der Hoffnung, Unruhen und Verunsicherung mögen die schutzsuchenden Wähler dann in die Arme der eigenen Partei treiben, ist ein reichlich gewagtes Ansinnen. Die Österreicher sind doch ganz froh, sich eben nicht im Zentrum des internationalen Terrors und islamistischer Radikalisierung wähnen zu müssen. Und dann kommt eine blonde Dumpfnudel und schreit laut: „HIER!“ Ob das die österreichischen Stammtische zu danken wissen?

Immerhin, die Dame, die bislang nur politischen Feinspitzen mit gutem Magen bekannt war, hat seit heute ihren eigenen Wikipedia-Eintrag. Für böse Zungen ein weiterer Beleg der Entwicklung des Online-Lexikons zur allwissenden Müllhalde.

ha|ns



1 Kommentar

  1. 1
    tyndra says:

    also wennschon, würde sie sagen: und in wirklichkeit war er impotent! oder: in wirklichkeit war er schwul und f**te kleine jungs. oder sowas. bezeichnend, dass sie sich gestern weder ins zib2 studio wagte noch zum runden tisch. da müssen sich die männer vor sie hinstellen und sie verteidigen. das ist feigheit vor dem feind – nix, was die fpö propagiert, oder? 😉

Eine Antwort hinterlassen