Nicht überall, wo „Made in China“ draufsteht…

Prada Phone by LG

Egal, ob bei so einem Handy jetzt wirklich „Made in China“ drauf steht, oder was auch immer – wenn wir so ein Gerät in die Hand nehmen, denkt doch keiner mehr, dass wir in Österreich damit was zu tun haben. Außer als Endkunden halt. Die „Big-Player“ sitzen doch alle in Asien. Und wenn mal nicht, ist doch auch wieder alles kostenoptimiert und ausgelagert, nach China, Indien, Korea,…

Stimmt im Grunde ja auch. Sobald ein Fertigungsprozess bei uns hinreichend optimiert, dokumentiert und reproduzierbar ist, kann man sich darauf verlassen, dass in Europa umgehend ein Paket geschnürt wird und ab damit nach Asien (und mit den Arbeitsplätzen, die dran hängen).

Da ist es doch schön, auch mal solche Nachrichten zu lesen:

Prada-Handy läuft mit Software aus Linz

LINZ. Ohne Comneon Linz wäre beim luxuriösen Prada- -Handy Funkstille. 15 Comneon- -Mitarbeiter1) haben die revolutionäre Bedienung über den Touch-Screen in 18-monatiger Entwicklungszeit noch vor dem iPhone realisiert.

Das elegante Prada-Handy sorgte weltweit für Schlagzeilen. […] Erstmals, noch vor dem iPhone von Apple, konnte ein Handy komplett über einen Touch-Screen gesteuert werden. […] Für die Tochter des deutschen Chipherstellers Infineon ist der Auftrag für Prada nur einer von vielen. Für mehr als 60 verschiedene Handy-Modelle […] wurde die Software in Linz programmiert. […]

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Rund um die Uni wurde (und wird mit dem geplanten Science-Park auch weiterhin) ein stabiles Dreieck aus Forschung, Wirtschaft und Politik etabliert, das sich eben nicht ganz so leicht einpacken und mit allen Arbeitsplätzen in ein Billiglohnland transferieren lässt. Und das ist auch gut so.

Denn es gibt ein paar Bereiche, da können und wollen wir einfach nicht mit, mit unseren asiatischen Freunden. Dazu eine nette Anekdote von einem Bekannten aus seiner Arbeit mit einem koreanischen Kollegen:

(Foto: Hans Kirchmeyr)

„Heute ist Donnerstag, der Erste – nun es wird noch etwa 15 Tage dauern, bis wir mit diesem Abschnitt fertig sind.“

 

(Foto: http://www.flickr.com/photos/vssdeo/)

„Also bis 15. März?“

 

(Foto: Hans Kirchmeyr)

„Äh nein… ich meinte Arbeitstage … also ca. bis 23.“

 

(Foto: http://www.flickr.com/photos/vssdeo/)

„Ich verstehe nicht ganz…?“

(Zählt nun gemeinsam mit meinem Bekannten die Tage am Kalender durch)

„Freitag, Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag, …“

 

 

ha|ns

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  1. An dieser Stelle möchte ich im Sinne „journalistischer“ Transparenz einräumen, dass die Comneon derzeit auch mein Arbeitgeber ist. Dieser Artikel ist aber dennoch – wie das ganze Blog – mein reines Privatvergnügen. [↑]

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