„Diskrete Lösung“ leider vereitelt
Recht so Herr Minister. Der Staat darf sich von Verbrechern nicht erpressen lassen. Auch wenn die so tun als wären sie verzweifelte 15-Jährige. Was glaubt die eigentlich, wo sie hier ist? Auf Youtube? Sorry, Eingaben per Video sind in unserem System nicht vorgesehen. Ums genau zu sagen, liebes Fräulein: Sie und Ihre Familie sind im System nicht vorgesehen. Und jetzt, nachdem Sie so viel unerfreulichen Lärm gemacht haben, erst recht nicht mehr.
Denn wie schreibt „die Presse“ morgen so schön in ihrem Leitartikel:
„Dafür, dass eine solche diskrete Lösung im Fall der Familie Zogaj nicht möglich ist, sind genau die verantwortlich, die sich jetzt werbewirksam als moralische Instanzen der Republik aufspielen, von „Österreich“ bis „Ö3“.
Richtig! Wenn sich alle schön ruhig verhalten hätten – die Familie, die Medien, die Frankenburger Nachbarn und Freunde – hätte man ja vielleicht „diskret“, unter der Hand, noch was machen können. So wie man das halt macht, in einem ordentlichen Rechtsstaat. Aber so, nein sorry, da hat der Minister einfach keinen Bock mehr, das muss man auch verstehen. Is ja auch nur ein Mensch…
Naja, die andere Seite in dieser „grauslichen“ Neuauflage vom Würfeln mit Frankenburger Existenzen ist ja auch nicht unbedingt sympathischer. Dort haben die Einen die vielleicht doch nicht ganz so ausgegorenen Gesetze in Angst um ihre Wählerstimmen mitbeschlossen. Und andere kaufen schon mal Kerzen fürs nächste Lichtermeer, falls Arigona tragischerweise, aber halt doch, jenen – den eigenen Zielen durchaus dienlichen – finalen Schritt setzen sollte.
Hab ich wen vergessen? Ach ja, wo treibt sich Christoph „Kampusch“ Feurstein eigentlich grad rum? Jede Wette, der hat die Fährte zum exklusiven Thema-Interview schon aufgenommen. Naja, könnt schlimmer kommen.
ha|ns
PS: Tausche Honsik gegen Zogaj





Am 6. Oktober 2007 um 13:13 Uhr
Ich möchte unseren revisionistisch veranlagten Wehrsportübungsfan Gerd Honsik gerne in die Demokratische Volksrepublik Korea abschieben lassen. Da entkommt er dann vielleicht auch der ungerechten Verfolgung durch das VerbotsG. Außerdem habe die Nordkoreaner auch so eine Art Führer. Hoffen wir nur, dass ihn uns der Kim Jong-il nicht wegen begleitender Effekte zurückschickt. ;-)
Und wenn der Honsik bei der Abschiebung bissig wird und ständig „Ausländerbrut: Nein, danke! Minderheitenprivilegien: Nein, danke! Tschuschenregierung: Nein, danke!“ zu schreien anfängt, spart bitte nicht beim Klebeband! Wir wollen schließlich niemanden diskriminieren… ;-)