Darwin vs. „Intelligent Design“

(Foto: http://www.flickr.com/photos/cpurrin1/)

Kreationisten, das sind die, die die Lehre von der Evolution aus den Schulen raus haben wollen, um sie durch die biblische Schöpfungsgeschichte zu ersetzen.

Dass dies, von einigen, meist eher skurrilen Ausnahmen abgesehen, ein hauptsächlich US-amerikanisches Phänomen ist, könnte paradoxerweise auch in der strikten Trennung von Kirche und Staat in den USA mit begründet liegen. Deshalb gibt es dort nämlich keinen Religionsunterricht an den Schulen. Vor diesem Hintergrund wird vielleicht etwas verständlicher, dass die Kreationisten nun halt auf Teufel komm raus (ups) versuchen, ihre Sicht der Dinge als Wissenschaft zu verkaufen. Um halt über diese Hintertür in die Schulen und Köpfe der jungen Menschen zu gelangen.

Dummerweise können zwei gegensätzliche Theorien mit wissenschaftlichem Anspruch in den Lehrplänen nicht ähnlich koexistieren wie bei uns Religions- und Biologieunterricht. Wohl nicht zuletzt auch deshalb gibt es in den USA einen ziemlich erbitterten Verdrängungskrieg zwischen den beiden Fraktionen.

Der Standard berichtet aber heute über eine möglicherweise erste Annäherung zwischen den beiden Seiten. Völlig unmöglich sollte es nicht sein, denn, seien wir mal ehrlich, so weit sind sie ja in Wahrheit auch wieder nicht auseinander:

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[Youtube-Video]

„Magic man done it“ – der Britische Comedian Robin Ince zum Thema Kreationismus (englisch)

Das Gleichnis von der Taschenuhr

Da fällt mir noch ein, an unsere Schule kam irgendwann auch mal eine Vortragende, die folgenden Vergleich gebracht hat:

(Foto: http://www.flickr.com/photos/csaba_bajko/)

Man zerlege eine Taschenuhr in alle ihre Einzelteile. Werfe diese in eine Schachtel, und versuche diese so lange zu schütteln, bis daraus wieder eine funktionierende Uhr werde. Jeder weiß, dass die Teile nicht zufällig zusammenfinden, sondern das Werk eines Uhrmachers dahinter steht. Sei es da bei etwas ungleich Komplexerem, wie dem Menschen, nicht viel wahrscheinlicher, dass auch er nicht „zufällig“ entstanden sei, sondern es auch hier einen Schöpfer gäbe?

 

Dabei ist doch gerade die Uhr ein wunderbares Beispiel für eine evolutionäre Entwicklung. Von der ersten Sonnenuhr bis zu den Atomen in Braunschweig. Eigentlich ziemlich abwegig zu denken, dass es einen Uhrmacher gegeben habe, der irgendwann, sozusagen völlig aus dem Nichts heraus, die Teile schuf und zu dem zusammenfügte, was wir heute am Handgelenk tragen.

ha|ns



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