Penthouse nach Mühlviertler Art
Wer schon ein Haus gebaut hat oder gerade bauen will, kennt das ja: der Kreativität sind oft enge Grenzen gesetzt. Von der Farbe der Fassade bis hin zu Dachform und Ausrichtung des Giebels ist vielerorts so ziemlich alles streng festgeschrieben. Aber das ist zum Glück nicht immer so.
Es gibt noch kleine Gemeinden, die die Freiheit und Fantasie ihrer Bauherrn nicht auf dem Altar eines uniformen Ortsbilds opfern.
So gesehen letztens auf einer Radltour durchs schöne Mühlviertel:
Ich genoss die Landschaft mit den grünen Hügeln, den Wäldern, den kleinen Häuschen oben drauf … moment! … „oben drauf“? … auf dem Wald…? Hier war doch etwas faul im Raum-/Zeit-Kontinuum. Das verlangte nach eingehender Betrachtung…
…nun, der Unterbau der kleinen Hütte war auch nicht von schlechten Eltern. Frei nach dem Eisbergprinzip: ein Siebtel über den Wipfeln – der Rest darunter.
Ich mein, jaaa, schon richtig, ein Penthouse ist ein Haus auf dem Dach. Nur müssen die im Mühlviertel gleich alles so wörtlich nehmen…?
Wohnen am Dach in seiner schönsten Form. Das lässt man sich gefallen. Auch wenn mancher, bei dem schon die Errichtung einer größeren Hundehütte im Garten die Behörden auf den Plan rief, sich jetzt sicher fragt: „Wen muss ich bestechen, um so bauen zu dürfen?“ ;-)
Immerhin dürfte damit wohl sogar bei manchem Bauherrn, der unter der Last seiner Auflagen stöhnt, etwas Verständnis für die überbordende Regulierungswut geweckt werden. Denn wohnen will man ja gern in so einem Prachtbau – aber vielleicht weniger gern daneben.
ha|ns
PS: An irgendwas erinnert mich das doch die ganze Zeit schon … ah … ich weiß wieder:
Na was die in Wien können, können wir doch schon lange.
So, und jetzt schau ich Monk, heut kommt ja sein Vater – könnt lustig werden :-)






